Ford, Volvo & Co. Autohersteller fordern verbindliche Ziele für Ladeinfrastruktur

Zahlreiche Unternehmen haben die EU in einem Brief aufgefordert, nationale Ziele für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos festzulegen. Autohersteller wie Ford und Volvo unterstützen die Pläne der EU-Kommission zu emissionsfreien Wagen ab 2035 ausdrücklich.
Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie: Ein Ausbau der Ladeinfrastruktur in allen EU-Mitgliedsländern sei laut Hildegard Müller zwingend notwendig

Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie: Ein Ausbau der Ladeinfrastruktur in allen EU-Mitgliedsländern sei laut Hildegard Müller zwingend notwendig

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

Große Autohersteller und Unternehmen anderer Branchen haben die EU in einem offenen Brief aufgefordert, nationale Ziele für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos festzulegen. Ein Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass ab 2035 EU-weit nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden dürfen. "Die politischen Entscheidungsträger der EU müssen auch verbindliche nationale Ziele für eine nahtlose elektrische Ladeinfrastruktur festlegen, die der wachsenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gerecht wird", sagte Stuart Rowley, Chef von Ford Europa.

Ein verbindlicher und flächendeckender Ausbau der Ladeinfrastruktur in allen EU-Mitgliedsländern sei zwingend notwendig, sagte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller. "Der Erfolg der E-Mobilität steht und fällt mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur."

Den Vorschlag der EU-Kommission zu emissionsfreien Wagen unterstützen die 27 unterzeichnenden Unternehmen, zu denen unter anderem Ford, Volvo, Uber und Vattenfall gehören, ausdrücklich.

Das Europäische Parlament und die EU-Regierungen entscheiden voraussichtlich im Juni über ihre Positionen zum Vorschlag der Kommission. Ein endgültiges Gesetz könnte im Herbst verabschiedet werden, zuvor müssen sich die Gesetzgeber aber noch auf einen Kompromiss einigen.

sio/dpa