Mittwoch, 27. Mai 2020

Sanierung belastet Ford senkt Prognose nach Gewinneinbruch

Die Probleme des zweitgrößten US-Autoherstellers traten im dritten Quartal deutlich zu Tage.

Wegen hoher Kosten für den Konzernumbau und schwächelnder Nachfrage in China ist der Gewinn von Ford im vergangenen Quartal eingebrochen. Der zweitgrößte US-amerikanische Autobauer senkte am Mittwochabend (Ortszeit) nach Börsenschluss zudem seine Prognosen für das Gesamtjahr. Die Aktien sackten im nachbörslichen Handel an der Wall Street um gut 3 Prozent ab.

Von Juli bis September verdiente Ford unter dem Strich 425 Millionen Dollar, wie der Konzern mitteilte. Vor Jahresfrist hatte noch ein Überschuss von 991 Millionen Dollar zu Buche gestanden.

Ins Kontor schlug im vergangenen Vierteljahr eine Sonderabschreibung von 1,5 Milliarden Dollar für den Umbau des Unternehmens. Der unter Kostendruck stehende Autobauer hat ein milliardenschweres Sanierungsprogramm aufgelegt, um unter anderem sein Europageschäft in den schwarzen Zahlen zu halten. So will Ford 12.000 Stellen streichen in Europa und fünf Werke schließen.

Für das Gesamtjahr zeigte sich der Vorstand zurückhaltender. Er stellte ein Ergebnis zwischen 6,5 und 7,0 Milliarden Dollar in Aussicht. 2018 hatte Ford sieben Milliarden Dollar verdient. Finanzchef Tim Stone hatte bisher damit gerechnet, dass der Gewinn in diesem Jahr auf bis zu 7,5 Milliarden Dollar steigen wird.

rei/Reuters

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