Dienstag, 21. Mai 2019

Flashback für Elon Musk Elektroauto-Pionier Henrik Fisker ist zurück - mal wieder

Elektroauto-Startups: Die verrücktesten Tesla-Herausforderer - und die gefährlichsten
Fisker

Er wurde in einem Atemzug mit Elon Musk genannt. Sammelte Millionen von der amerikanischen Regierung ein. Und sein "Fisker Karma" war eines der am meisten gehypten Elektroautos - bevor die 2007 gegründete Firma Fisker Automotive schließlich den Bach runter ging und die Reste 2014 von der chinesischen Wanxiang Gruppe aufgekauft wurden. Nun ist der Däne Henrik Fisker zurück - wieder einmal. Und nimmt einen neuen Anlauf, doch noch auf dem Markt für Elektroautos zu reüssieren. Und wie gewohnt pokert der Designer, der einst Sportwagen wie den BMW Z8 oder den Aston Martin DB9 entwarf, hoch.

(Lesen Sie auch im aktuellen mm: Wie asiatische Investoren verblichene Supersport-Automarken aufpolieren wollen)

Sein neuer Wagen, der in der zweiten Hälfte 2017 auf den Markt kommen soll, sei mit einer Technologie ausgestattet, die sonst niemand habe, brüstetet sich Fisker gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Und es gibt niemanden, der auch nur dem nahe kommt, was wir da draußen gerade tun."

Entsprechend hat Fisker neben dem Autobauer Fisker Inc. daher nach eigenen Angaben auch gleich noch den Batteriespezialisten Fisker nanotech gegründet, dessen Innovationen er auch gleich der Industrie andient. Was genau den "geistigen Nachfolger des "Fisker Karma" aus dem Jahr 2012 ausmachen soll, dazu äußerte sich Fisker nicht konkret. Lediglich dazu, dass der neue Wagen angeblich über mehr Raum verfügen soll als seine Wettbewerber.

Und dass er nicht mit konventionellen Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet sein soll, sondern mit Batterien, die zwar auch Lithium enthalten, dank einer neuen Verpackung und leichterer Materialien allerdings mehr als 400 Meilen weit reichen sollen. Damit soll sie die Akkus sämtlicher Wettbewerber an Lebensdauer übertreffen.

Zusätzlich zu dem neuen Fisker denken der Däne und sein Partner Jack Kavanaugh über ein Massenmodel nach, das auf den ersten Wagen folgen könnte und unter 40.000 Dollar zu haben sein soll.

Ungeachtet seiner neuen Pläne hält Fisker jedoch an seinen alten Projekten fest. So arbeitet er weiter als Design- und Produkttstartege für VLF Automotive, ein Unternehmen, das er im Januar mit der US-Automobillegende Bob Lutz and Gilbert Villarreal gegründet hat. Und auch seine Firma HF Design läuft weiter.

Neben den Automobilträume des Henrik Fisker könnte auch eine alte Rivalität wieder aufleben: Die mit Tesla-Chef Elon Musk. Der hatte Fiskers Karma dereinst als mittelmäßiges dafür aber teures Produkt gegeißelt - und gerne und häufig auf Fisker herumgehackt. Eine Gewohnheit, die er nun womöglich wieder aufnehmen könnte.

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung