Dienstag, 2. Juni 2020

Probleme in Europa und Asien Fiat Chrysler fährt vor Fusion mit PSA Verluste ein

Jeep ist nur eine Marke unter dem Dach ...
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Jeep ist nur eine Marke unter dem Dach ...

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler (FCA) ist vor der geplanten Fusion mit dem französischen Rivalen PSA in die roten Zahlen gefahren. Im dritten Quartal lag der Verlust des Konzerns unter dem Strich bei 179 Millionen Euro, teilte der Konzern am Donnerstag in London mit. Im Vorjahreszeitraum hatte Fiat Chrysler noch einen Gewinn von 564 Millionen Euro verbucht.

In der kriselnden Europasparte fielen Abschreibungen auf das Modellangebot bei Kleinwagen und bei Alfa Romeo ins Gewicht. Zudem fielen in Europa, beim Luxusautobauer Maserati und in Asien operative Verluste an. Das starke Nordamerikageschäft konnte das nicht wettmachen.

Umsatz fällt mit sinkenden Verkäufen

Der Umsatz sank konzernweit um ein Prozent auf 27,3 Milliarden Euro, auch weil die Verkäufe weltweit um 9 Prozent auf 1,06 Millionen Fahrzeuge zurückgingen.

Weil die teureren und schweren Autos in Nordamerika aber die Profitabilität anschoben, stieg das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 5 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro. Auch Kosteneinsparungen und Wechselkurseffekte trugen dazu bei.

... des US-amerikanisch-italienischen Autobauers. Dazu gehören unter auch Lancia, Fiat, und Alfa Romeo. Gelingt die Fusion tatsächlich, kämen unter anderem Peugeot und Opel als weitere Marken hinzu.
MARCO BERTORELLO / AFP
... des US-amerikanisch-italienischen Autobauers. Dazu gehören unter auch Lancia, Fiat, und Alfa Romeo. Gelingt die Fusion tatsächlich, kämen unter anderem Peugeot und Opel als weitere Marken hinzu.

"Unsere starken Resultate im dritten Quartal, die auf der rekordhohen Profitabilität in Nordamerika aufbauen, versetzen uns in die Position, unsere Prognosen zu erfüllen", sagte Fiat-Chrysler-Chef Mike Manley.

Am Morgen hatten Fiat Chrysler und PSA erste Details zu ihren Fusionsplänen öffentlich gemacht. Durch eine Fusion soll der weltweit viertgrößte Autobauer entstehen und 3,7 Milliarden an jährlichen Synergien erzielt werden.


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Investoren allerdings sehen bei der Vereinbarung Vorteile für den US-italienischen Konzern Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen, dessen Aktien in Mailand am frühen Nachmittag um 8 Prozent in die Höhe sprangen. Die Anteilsscheine der Opel-Mutter Groupe PSA-Gruppe Börsen-Chart zeigen dagegen wurden mit eine Minus von zuletzt 13 Prozent abgestraft.

rei/dpa

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