Samstag, 25. Mai 2019

Fiat-Chrysler-Chef ist nun auch Ferrari-CEO Marchionne hat jetzt den Traumjob der Autobranche

Ferrari nach dem Börsengang: Der zähe Aufbau eines Mythos
Ferrari

Wachablöse bei dem Sportwagenhersteller Ferrari: Der bisherige Ferrari-CEO Amedeo Fedisa, 69, verabschiedet sich in den Ruhestand, wie der zu Fiat gehörende Autobauer nun mitteilte.

Sein Nachfolger als Vorstandsvorsitzender wird Fiat Chrysler-Chef Sergio Marchionne, der schon länger als Chairman des Sportwagenherstellers fungiert. Nun kann er auch operativ die Zügel bei Ferrari enger in die Hand nehmen.

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Felisa, der seit 26 Jahren in Ferraris Diensten steht, dachte Berichten zufolge schon seit Monaten über einen Rückzug nach. Nun nutzte er wohl die Gelegenheit, die sich ihm bot. Denn heute traf sich Ferraris neu zusammengesetzter Aufsichtsrat, um die Ergebnisse des ersten Quartals zu besprechen. Die fielen gut aus: 1882 Sportwagen hat Ferrari von Januar bis März verkauft, um 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Italiener hoffen deshalb auf ein weiteres Rekordjahr.

Marchionne soll das Luxus-Problem selbst lösen

Dennoch hat Ferrari ein Imageproblem bei Analysten. Deshalb soll die Sportwagen-Ikone schnell Anschluss finden an die globalen, großen Luxusgütermarken, wie es Marchionne beim Ferrari-Börsengang versprochen hat. Um die Nobelmarken-Strategie vorwärts zu treiben, soll Marchionne selbst mehr Verantwortung bei Ferrari übernehmen, hieß es zuletzt bei mit der Sache vertrauten Leuten.

Marchionne übernahm im Oktober 2014 den Vorsitz im Ferrari-Verwaltungsrat, nachdem der Chef des Gremiums und langjährige Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo wegen Unstimmigkeiten über die künftige Strategie für Ferrari zurückgetreten war.

Amedeo Felisa, der seit 2008 als CEO die Sportwagenmarke führt, war zwei Jahrzehnte lang einer der engsten Mitarbeiter von Montezemolo. Mitte April wollte Felisa bereits Fragen nach seinem Verbleib auf dem CEO-Posten nicht weiter kommentieren.

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