Dienstag, 19. November 2019

Verstorbener VW-Patriarch Piëchs frühere Lebensgefährtin lüftet Geheimnis um 13. Kind

Der verstorbene VW-Patriarch Ferdinand Piëch (Archivaufnahme, 2017)

Ferdinand Piëch scherzte einst über die Anzahl seiner Kinder. "Etwa ein Dutzend. So genau weiß man das nicht", sagte er in einem Interview. Bislang waren zwölf Kinder aus vier Beziehungen bekannt. Doch wie die "Welt am Sonntag" berichtete, soll der vor einer knappen Woche verstorbene Manager ein weiteres Kind gezeugt haben.

Am Samstag bestätigte Piëchs frühere Lebensgefährtin Marlene Porsche die Nachricht. "Es ist zutreffend, dass es sich beim 13. Kind um meinen Sohn Hans Porsche handelt. Diese Tatsache wurde durch einen gerichtlich anerkannten Vaterschaftstest bestätigt", ließ Marlene Porsche laut Nachrichtenagentur dpa am Samstag mitteilen. "Mit Rücksicht auf die familiäre Privatsphäre aller Betroffenen wurde dieser Umstand bislang nicht aktiv kommuniziert."


Vier Frauen, 13 Kinder: Das machen die (Halb-)Geschwister von Piëch-Sohn Hans Porsche


Bislang ging man von zwölf Kindern aus - auch weil der frühere VW-Chef dies einmal im Zuge einer juristischen Auseinandersetzung eidesstattlich ausgesagt hat. 2007 hatte Piëch gegen "Die Welt am Sonntag" eine Unterlassungserklärung erwirkt, die es dem Blatt verbot, von einem 13. Kind zu berichten.

Anfang der Woche hatte Piëchs Witwe Ursula in ihrer Erklärung zum Tod des Automanagers jedoch bereits von dreizehn Kinder gesprochen. Hans Porsche war bisher als Sohn von Marlene und Gerhard Porsche bekannt gewesen. Marlene Porsche verließ ihren Mann für Ferdinand Piëch und lebte mehrere Jahre mit ihm zusammen.

Laut "Welt am Sonntag" wurde Hans Porsche am 9. April 1973 geboren, als seine Mutter und Gerhard Porsche offiziell noch ein Paar waren. Im Alter von einem Jahr sei Hans Porsche dann mit seiner Mutter in den Haushalt von Piëch gezogen, wo er zehn Jahre lang wohnte.

Der Anwalt der Familie von Ferdinand Piëch war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Anwälte von Hans Porsche teilten mit: "Zu privaten Angelegenheiten äußert sich unser Mandant grundsätzlich nicht. Wir bitten, seine Privatsphäre zu respektieren."

spon / dpa

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