Schiffs-Havarie im Atlantik Frachter-Brand könnte Volkswagen 136 Millionen Euro kosten

Noch während der Frachter "Felicity Ace" auf hoher See in Brand steht, kursieren erste Schätzungen zur Höhe des Schadens, der durch die Havarie entsteht. Der Volkswagen-Konzern dürfte demnach empfindlich getroffen werden.
Löschversuch: An Bord der "Felicity Ace" befinden sich mehrere Tausend Autos

Löschversuch: An Bord der "Felicity Ace" befinden sich mehrere Tausend Autos

Foto: PORTUGUESE NAVY HANDOUT / EPA

Die Havarie des Autofrachters "Felicity Ace", der im Atlantik in Brand geraten ist, könnte den Volkswagen-Konzern einer Schätzung zufolge mindestens 136 Millionen Euro (155 Millionen Dollar) kosten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf eine Schätzung des Beratungsunternehmens Russell Group . Demnach befinden sich auf dem Schiff Güter im Wert von insgesamt 438 Millionen Dollar. Darunter seien Autos im Wert von 401 Millionen Dollar, wie die Russell Group am Montag mitteilte . Von diesen Autos wiederum ordnet die Consulting-Firma einen Anteil von 155 Millionen Dollar dem Volkswagen-Konzern zu.

Welche weiteren Hersteller Autos auf dem Schiff haben, führt Russell in seiner Mitteilung indes nicht weiter aus. Für eine Anfrage war bei dem Beratungsunternehmen am Montagabend niemand zu erreichen.

Da Russell von einem Totalverlust der Auto-Ladung ausgehe, ergebe sich ein Schaden für Volkswagen in entsprechender Höhe von mindestens 136 Millionen Euro, so Bloomberg . Weitere Autohersteller dürften demnach einen Schaden in Höhe von insgesamt 246 Millionen Dollar erleiden.

Laut Bloomberg wollte sich ein Sprecher von Volkswagen zu der Schätzung nicht äußern.

Die "Felicity Ace" war am Mittwoch in der Nähe der Azoren in Brand geraten. Das rund 200 Meter lange Schiff hat einer internen Mail von Volkswagen zufolge, aus der Bloomberg zitiert , knapp 4000 Fahrzeuge aus dem Wolfsburger Konzern geladen. Darunter befinden sich etwa 1100 Porsche-Fahrzeuge, 186 Bentleys, einige Lamborghinis, Audis sowie zahlreiche Elektromodelle der ID-Familie von VW. Der Frachter war auf dem Weg vom wichtigsten VW-Verladehafen Emden in die USA.

Ein 16-köpfiges Bergungsteam des niederländischen Unternehmens Smit Salvage befindet sich inzwischen an dem Schiff, um die Flammen der "Felicity Ace" unter Kontrolle zu bringen.

cr