Sportwagenmarke Ex-Nissan-Manager soll Aston Martin führen

Nach neun Monaten hat der britische Sportwagenbauer Aston Martin offenbar einen neuen Chef gefunden. Künftig soll der frühere Nissan-Manager Andy Palmer die Lieblingsautomarke von James Bond steuern.
Aston Martin DB5: James Bond-Darsteller Sean Connery fuhr diesen Sportwagen in mehreren Filmen

Aston Martin DB5: James Bond-Darsteller Sean Connery fuhr diesen Sportwagen in mehreren Filmen

Foto: Shooterz.biz/ dpa

Paris - Der neue Aston Martin-Chef Andy Palmer soll dem deutschen Ulrich Bez nachfolgen, der sich nach seinem 70. Geburtstag im November zurückgezogen hatte, wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei Insidern erfuhr.

Aston Martin wollte sich nicht zu der Personalie äußern. Nissan erklärte am Dienstag, Palmer sei als verantwortlicher Manager für die Produktplanung zurückgetreten und habe einen Posten bei einem anderen Unternehmen übernommen. Einen Nachfolger fanden die Japaner beim französischen Partner Renault : Produktvorstand Philippe Klein wechselt zu Nissan.

Der britische Luxusautobauer fuhr zuletzt den Wettbewerbern hinterher. Verluste, hohe Schulden und sinkende Verkaufszahlen hatten das Geschäft geprägt. Die FT hatte im Mai den Einstieg neuer Anteilseigner vermeldet, die den Autobauer mit frischem Geld wieder auf Vordermann bringen wollen.

So werde der Sportwagenhersteller dem Plan zufolge in den kommenden fünf Jahren insgesamt 500 Millionen Pfund (840 Millionen Euro) in neue Modelle investieren. Innerhalb der nächsten drei Jahre solle Aston Martin seinen Absatz von zuletzt etwas mehr als 4000 Fahrzeuge auf 7000 Modelle jährlich erhöhen. Bereits 2016 soll Aston Martin wieder Gewinne schreiben, erklärte Aston Martin-Finanzvorstand Hanno Kirner dem Branchenblatt Automotive News Europe.

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Was zuletzt noch fehlte, war allerdings ein Chef, der die Ziele auch umsetzt. Der scheint nun gefunden.

rei mit Material von Nachrichtenagenturen
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