Sonntag, 26. Januar 2020

Auto- und Akkuwerk in Brandenburg Sechs Antworten zu Teslas deutschem Riesenwerk

Tesla-"Gigafactory" in Shanghai: Das in 8 Monaten errichtete Werk dient als Vorbild für Teslas deutsche Pläne

5. Teil: Was lässt sich Tesla das deutsche Werk kosten?

Teslas Finanzlage schwankte in den vergangenen Monaten gehörig - es gab Zeiten, da sahen Analysten Tesla kurz vor der Pleite wegen der Model 3-Produktionsschwierigkeiten. Was das Werk in Brandenburg kosten soll, ist noch nicht ersichtlich.

Möglicherweise können aber bisherige Investitionen als Orientierungshilfe dienen. Die "Gigafactory 1" in Nevada sollte ursprünglichen Planungen zufolge insgesamt 5 Milliarden Dollar kosten. Teslas Partner Panasonic sollte davon bis zu zwei Milliarden Dollar übernehmen, Tesla wohl drei Milliarden. Berichten zufolge haben die Japaner wohl etwas mehr als die ursprünglich angegebene Summe investiert: Panasonic hat 2016 eine Anleihe über 3,9 Milliarden Dollar begeben, von der das meiste Geld in die Gigafactory-Produktion fließen sollte.

Die Kosten für die Gigafactory 3 in Shanghai, die als Blaupause für das deutsche Werk dienen dürfte, gab Tesla selbst mit rund zwei Milliarden Dollar an. Um das Werk zu finanzieren, hat sich Tesla unter anderem Geld von chinesischen Investoren geliehen. Gut möglich, dass die Kalifornier auch deutsche Banken für ihr Werk anpumpen. Schließlich haben sie ja schon länger geschäftliche Verbindungen nach Deuschland: Im Jahr 2016 hat Tesla den deutschen Produktionsanlagen-Spezialisten Grohmann Automation übernommen - der seither die Model 3-Produktion optimiert.

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