Dienstag, 12. November 2019

Elektroauto-Europakarte Ernstfall Schweiz - wie Tesla Mercedes, Audi und Co. das Geschäft verdirbt

Elektroautos verkaufen sich nur dort gut, wo der Staat mit Subventionen ordentlich nachhilft - das ist eine weit verbreitete, aber nicht ganz richtige Annahme: Denn es gibt eine bedeutende Ausnahme: die Schweiz.

In der Alpenrepublik wächst der Elektroanteil beständig, wie die Grafik von Statista zeigt. Von Januar bis März 2016 war bereits jedes 50. neu zugelassene Fahrzeug ein Batteriewagen (2,1 Prozent). Das ist deutlich über dem europäischen Durchschnitt (etwa 1 Prozent).

In Deutschland, wo es ab Juni eine Kaufprämie von bis zu 4000 Euro pro Fahrzeug gibt, lag der Anteil im ersten Quartal nur bei 0,7 Prozent. Gegenüber dem Gesamtjahr 2015 baut die Schweiz ihren Elektro-Vorsprung damit noch aus.

Dabei zahlen die Eidgenossen Batteriewagen-Käufern keine Prämie. Üppige Steuernachlässe beim Kauf wie in Norwegen oder den Niederlanden gibt es ebenfalls nicht. Der Staat erlässt Elektroauto-Fahrern lediglich die jährliche Kfz-Steuer. Diesen Vorteil gibt es allerdings auch schon länger in Deutschland. Der kleine Elektroauto-Boom in den Alpen scheint also nachhaltig zu sein, das Interesse der Fahrer an dem neuen Antrieb echt.

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