Ein Ladepunkt auf 300 Quadratkilometern Wo das deutsche E-Auto-Ladenetz besonders löchrig ist


Der Stadtstaat Hamburg ist Deutschlands Eldorado für Elektroauto-Fahrer: Das zeigt eine Auswertung auf Basis aktueller Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, die Statista  für manager-magazin.de illustriert hat. Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem es pro Quadratkilometer durchschnittlich einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt für Elektroautos gibt. Am anderen Ende der Rangliste, in Brandenburg, kommt derweil ein Ladepunkt auf über 330 Quadratkilometer. Auch Niedersachsen, Heimatland und großer Anteilseigner von Deutschlands Autoprimus Volkswagen , rangiert relativ weit hinten.

Die flächendeckende Verfügbarkeit von Ladesäulen gilt neben einem breiten Angebot attraktiver Fahrzeuge als wichtigste Voraussetzung für einen Erfolg der Elektromobilität. Im europaweiten Ranking der Elektro-Neuzulassungen hatte Deutschland zuletzt etwas Boden gut gemacht; mit ein bis zwei Prozent an allen Neuzulassungen ist der Trend hierzulande aber immer noch nicht vollends angekommen. Das zeigt etwa ein Vergleich mit Welt-Vorreiter Norwegen, aber auch mit Schweden oder der Schweiz.

Vor allem in Flächenländern mit wenigen großen Städten gibt es noch keine verbreitete Lade-Infrastruktur, zeigt unsere Karte; in den Stadtstaaten sind Ladesäulen hingegen schon weiter verbreitet - wohl auch wegen der dort vorhandenen Carsharing-Dienste.

Städteranking: Die meisten Ladesäulen pro Einwohner stehen in...

Elektroauto-Ladesäule in Leipzig

Elektroauto-Ladesäule in Leipzig

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DPA

Im Vergleich der am besten elektrifizierten Autostädte steht übrigens nicht Hamburg ganz vorne, sondern Deutschlands südwestliche Autometropole Stuttgart. In der Heimatstadt von Daimler und Porsche gebe es eine Ladesäule pro 2694 Einwohner, rechnete jüngst das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen vor (im Gegensatz zur mm-Auswertung haben die Wissenschaftler um Ferdinand Dudenhöffer allerdings Ladesäulen gewertet und nicht Ladepunkte). Besser als Hamburg, wo sich durchschnittlich 8099 Einwohner eine Säule teilen müssen, schneiden zudem Osnabrück (7113) und Mülheim an der Ruhr (7935) ab.

Nicht nur Autos fahren zunehmend elektrisch über Deutschlands Straßen. Elektrofahrräder haben ihre einstige Zielgruppe "Senioren" schon lange hinter sich gelassen, wie etwa das Rose Elec Tec E-Mountainbike zeigt; das estnische Unternehmen Stigo schickt derweil einen klappbaren E-Roller auf die Straße. Kann der Winzling den täglichen Weg zur Arbeit tatsächlich erleichtern? Wir haben es getestet:

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luk
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