Mittwoch, 11. Dezember 2019

Ein Ladepunkt auf 300 Quadratkilometern Wo das deutsche E-Auto-Ladenetz besonders löchrig ist


Der Stadtstaat Hamburg ist Deutschlands Eldorado für Elektroauto-Fahrer: Das zeigt eine Auswertung auf Basis aktueller Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, die Statista für manager-magazin.de illustriert hat. Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem es pro Quadratkilometer durchschnittlich einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt für Elektroautos gibt. Am anderen Ende der Rangliste, in Brandenburg, kommt derweil ein Ladepunkt auf über 330 Quadratkilometer. Auch Niedersachsen, Heimatland und großer Anteilseigner von Deutschlands Autoprimus Volkswagen Börsen-Chart zeigen, rangiert relativ weit hinten.

Die flächendeckende Verfügbarkeit von Ladesäulen gilt neben einem breiten Angebot attraktiver Fahrzeuge als wichtigste Voraussetzung für einen Erfolg der Elektromobilität. Im europaweiten Ranking der Elektro-Neuzulassungen hatte Deutschland zuletzt etwas Boden gut gemacht; mit ein bis zwei Prozent an allen Neuzulassungen ist der Trend hierzulande aber immer noch nicht vollends angekommen. Das zeigt etwa ein Vergleich mit Welt-Vorreiter Norwegen, aber auch mit Schweden oder der Schweiz.

Vor allem in Flächenländern mit wenigen großen Städten gibt es noch keine verbreitete Lade-Infrastruktur, zeigt unsere Karte; in den Stadtstaaten sind Ladesäulen hingegen schon weiter verbreitet - wohl auch wegen der dort vorhandenen Carsharing-Dienste.

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