Sonntag, 17. November 2019

Wettlauf um "Gigafactory" für Elektroauto-Akkuzellen Daimler setzt auf Batteriezellen aus Sachsen-Anhalt

Die Automobilbranche steht unter Strom: Der Volkswagen-Konzern Börsen-Chart zeigen will in den nächsten zehn Jahren 70 Elektroauto-Modelle und 30 Plugin-Hybridautos anbieten. Daimler Börsen-Chart zeigen hat Anfang September 2018 den Mercedes EQC vorgestellt, den ersten Vertreter seiner Elektroauto-Submarke EQC. Bis 2022 wollen die Schwaben 10 reine Elektroauto-Modelle offerieren. Ein Teil der dafür notwendigen Zellen wird in wenigen Jahren in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt produziert: Daimler ist erster Großkunde des neuen Werks, das der chinesische Konzern Farasis in Ostdeutschland baut.

BMW Börsen-Chart zeigen weitet sein Angebot an Elektroautos aus, Tesla drängt mit seinem Einstiegsfahrzeug Model 3 nach Europa - und japanische Hersteller ebenfalls.

Dafür müssen die Autohersteller große Mengen Lithium-Ionen-Batteriezellen einkaufen- vor allem in Asien, wo aktuell ein Großteil der Zellen produziert wird. Der Transport der schweren Zellen ist aufwändig. Doch zu einer eigenen Zellenproduktion konnten sich europäische Autohersteller und Zulieferer aus Kostengründen bisher nicht durchringen. Das stört nicht nur Arbeitnehmervertreter und manche Automanager, die vor Abhängigkeiten warnen. Auch Politiker in Deutschland und der EU fürchten, dass dadurch Arbeitsplätze und Wertschöpfungauf dem Spiel stehen.

Mitte 2017 hat die EU deshalb ein eigenes Projekt gestartet mit dem Ziel, Lithium-Ionen-Zellfabriken in Europa aufzubauen. Nun formieren sich die ersten großen europäischen Batteriekonsortien: VW macht gemeinsame Sache mit dem schwedischen Start-up Northvolt. Die deutsche Traditionsmarke Opel besetzt mit ihrer Mutter PSA ebenfalls ein Feld im großen Batteriefertigungs-Monopoly und beteiligt sich an einem deutsch-französischen Batteriezellen-Konsortium. Details dazu lesen Sie auf den kommenden Seiten. Wir stellen die wichtigsten Player im großen europäischen E-Autoakku-Monopoly vor.

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