Mittwoch, 26. Juni 2019

Batteriezellenproduktion für Elektroautos Opel beteiligt sich am Wettlauf um EU-Gigafactory

Ein Mitarbeiter bei Continental fügt Bauteile für die Leistungselektronik von E-Autos zusammen

9. Teil: Tesla: Um die europäische Gigafactory ist es still geworden - aus einem Grund

Teslas Gigafactory in Nevada (Januar 2017)

Tesla: Eigentlich wollte Tesla Börsen-Chart zeigen noch im Jahr 2017 einen Gigafactory-Standort für den Bau von Batterien in Europa verkünden (und weitere auf anderen Kontinenten). Doch während sich in China etwas tut, ist es um die hochfliegenden Pläne des US-amerikanischen Elektroautobauers in Europa sehr ruhiger geworden.

Das hat wohl einiges mit der Beseitigung der Model 3-Produktionsprobleme zu tun, die Elon Musk zuletzt zur Priorität erklärt hat. Auf der Hauptversammlung Anfang Juni 2018 sagte Musk, dass Tesla bis Ende des Jahres über einen Batteriestandort in Europa entscheiden wolle. Dabei hatten sich zahlreichen Regionen in der EU schon Mitte 2017 lautstark als Standort für die Fabrik ins Spiel gebracht.

Deutschland sei weiter ein Favorit, erklärte Musk Ende Juni 2018 via Twitter. "Vielleicht ist es an der deutsch-französischen Grenze in der Nähe der Benelux-Länder sinnvoll", antwortete er auf die Frage eines Followers, ob es nicht taktisch klug wäre, eine europäische Batteriefabrik in Deutschland anzusiedeln. Mehrere deutsche Bundesländer buhlen um die Tesla-Fabrik.

In China ist Tesla weiter: Da baut das Unternehmen eine Gigafactory in Schanghai, die chinesische Geldgeber finanzieren sollen. Insgesamt hält Musk weltweit zehn bis zwölf riesige Batteriefabriken nach Vorbild seiner Gigafactory in Nevada für erforderlich. In den zukünftigen Gigafactories sollen laut Musk sollen sowohl die Batterien als auch Fahrzeuge hergestellt werden. In den USA sind diese Fertigungsschritte bisher getrennt. Die Autos werden in Fremont bei San Francisco, die Batterien in der Mutter aller Gigafactories bei Reno in Nevada gebaut.

Geplante Jahreskapazität: Noch unklar. In den USA jedenfalls will Tesla schon 2018 Batterien mit einer Kapazität 35 GWh aus der Gigafactory liefern; später soll die Fabrik auf bis zu 150 GWh ausgebaut werden. Das reicht für drei Millionen Autos.

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