Donnerstag, 20. Juni 2019

Batteriezellenproduktion für Elektroautos Opel beteiligt sich am Wettlauf um EU-Gigafactory

Ein Mitarbeiter bei Continental fügt Bauteile für die Leistungselektronik von E-Autos zusammen

6. Teil: TerraE: Deutsche Mittelständler und Konzerne planen nationales Großprojekt

Screenshot der Website von Terra E

TerraE: Plötzlich und unerwartet erschien im Frühjahr 2017 das Konsortium TerraE auf der Bildfläche. Der Zusammenschluss zahlreicher Firmen aus der deutschen Batteriebranche plante den schrittweisen Aufbau einer Zellfabrik mittlerer Größe in der Bundesrepublik und sprach von einer "deutschen Gigafactory".

Hervorgegangen ist das Konsortium aus der Branchenvereinigung Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien. Eine Schlüsselrolle spielt der Akku-Spezialist BMZ Group aus Karlstein am Main. Wer im Hintergrund noch den Ton angibt, war nicht völlig klar. Die Rede ist von "Mentoren" wie BMW, Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigenund der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen mit ihrer E-Transporter-Tochter StreetScooter.

Etwa vier Milliarden Euro wollte TerraE in Deutschland in den Fabrikaufbau investieren und rund 3000 Arbeitsplätze schaffen. Ursprünglich sollte die TerraE-Fabrik schon 2018 den Betrieb aufnehmen und dann nach und nach auf die geplante Endgröße wachsen. Doch im Oktober 2018 wurde TerraE als Konsortium aufgelöst, die BMZ Group übernahm TerraE komplett.

Wie es nun weitergeht und ob TerraE tatsächlich eine Batterie-Großfabrik baut, steht noch in den Sternen. BMZ ist nach eigenen Angaben bereit, bis zu 300 Millionen Euro in die erste Ausbaustufe zu investieren, die einen Output von bis zu 4 GWh haben soll. Mittelfristig sollen es bis zu 8 GWh werden.

Auch TerraE bewirbt sich um die Förderungen des Bundes, das Elektroauto-Start-up E.Go ist allerdings vor kurzem ausgestiegen. Ursprünglich geplant war, dass TerraE als Auftragsfertiger Kunden zunächst in der Industrie suchen sollte. Das sollten im ersten Schritt etwa Gabelstapler- oder Werkzeugbauer sein. Großaufträge aus der Autoindustrie sollten folgen. Eine neue Technologie soll die Energiedichte verbessern und bei der Herstellung Strom sparen.

Ursprünglich geplante Jahreskapazität: 34 GWh bis 2028 (das entspricht Batterien für 680.000 Elektroautos).

Aktuelle Pläne: 4 GWh in der ersten Stufe ab 2020, mittelfristig 8 GWh

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