Sonntag, 16. Juni 2019

Batteriezellenproduktion für Elektroautos Opel beteiligt sich am Wettlauf um EU-Gigafactory

Ein Mitarbeiter bei Continental fügt Bauteile für die Leistungselektronik von E-Autos zusammen

3. Teil: Northvolt: Mächtige Konzerne im Hintergrund

Geplante Fabrik von Northvolt in Schweden

Northvolt: Das von zwei ehemaligen Tesla-Topmanagern gegründeteschwedische Unternehmen will in Skellefteå (800 Kilometer nördlich von Stockholm) Europas größte Fabrik für Lithium-Ionen-Zellen und Elektroauto-Batteriepacks bauen. Im März 2019 hat sich Northvolt den Volkswagen-Konzern als Forschungspartner angelacht - gemeinsam mit weiteren Partnern sollen VW und Northvolt eine europäische Batterie-Allianz anführen.

Die Allianz ist aber erstmal nur als Forschungskooperation angelegt. An der von Altmaier ausgelobten Förderung der Batteriezellen-Fertigung wollen sich Northvolt und VW beteiligen. Derweil plant Northvolt weiter den Bau einer Zellenfabrik in Nordschweden, die rund vier Milliarden Euro kosten soll. Seit 2018 ist eine 80 bis 100 Millionen Euro teure Test-Produktionslinie in Västeras im Bau - laut FT hat Northvolt dafür einen Kredit über 51,5 Millionen Euro von der EIB erhalten. Im Juni 2018 erhielt Northvolt nach eigenen Angaben die Umwelterlaubnis für den Aufbau einer Fabrik in in Skelleftea in Nordschweden - laut Unternehmensangaben haben die Arbeiten bereits begonnen. Der erste Fabriksteil wird für eine Kapazität von 8 GWh ausgelegt. Das Geld für die erste Ausbaustufe, rund 1,5 Milliarden Euro, muss Northvolt noch eintreiben.

Ende Mai 2018 ist Deutschlands größter Industriekonzern Siemens bei Northvolt eingestiegen - nachdem Siemens im März Pläne für eine eigene Zellfertigung in Europa stoppte. Das Investment der Münchner bei Northvolt fällt mit zehn Millionen Euro aber eher bescheiden aus. Zu den bisherigen Geldgebern von Northvolt zählt etwa Vattenfall, der Schweizer Industrieriese ABB Börsen-Chart zeigenist als Technologiepartner und früher Investor an Bord. Und auch Volkswagen ist mit seiner schwedischen Lkw-Tochter Scania indirekt an Northvolt beteiligt

Geplante Jahreskapazität: 2020: 8 Gigawattstunden (GWh); 2023: 32 GWh. Das entspricht etwa 640.000 Autos mit einer 50-Kilowattstunden-Batterie (mittlere Größe).

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