Montag, 17. Februar 2020

Sharing-Angebot "We" setzt auf Elektroauto-Flotten So will sich VW beim Carsharing von der Konkurrenz abheben

So sollen die Elektroautos von VWs neuem Carsharing-Dienst We aussehen

2. Teil: Auch PSA, Renault und Volvo steigen ins Carsharing ein

Ende August will VW dann weitere Details zu seinem We-Angebot nennen. VW will mit dem Service die Angebote der Konzernmarke Moia ergänzen, die vorwiegend auf Sammelshuttles und Fahrdienstvermittlung setzt und damit zuerst in Hannover und Hamburg punkten will.

Mit großangelegtem Carsharing ist VW nicht gerade früh dran. Daimler mit Car2go und BMW mit Drivenow sind seit Jahren die Platzhirsche in Deutschland und legen ihre Mobilitätsdienstederzeit komplett zusammen - wie manager magazin bereits vor einigen Monaten berichtete. Die Deutsche Bahn ist mit dem stationsgebundenen Flinkster im Geschäft.

Allerdings haben auch andere große Autokonzerne das mühsame Geschäft mit dem Autoteilen bislang gescheut - und steigen wie Volkswagen erst jetzt größer in den Markt ein. Die Opel-Mutter PSA etwa startet Ende dieses Jahres ein größeres Carsharing-Angebot in Paris - ebenfalls mit Elektroautos. Die PSA-Tochtermarke Citroen hat damit immerhin schon etwas Erfahrung gesammelt. In Berlin bot Citroen unter dem Namen Multicity Elektroautos zum Carsharing an. Allerdings wurde der Dienst Ende 2017 eingestellt.

Ein Schritt auf dem Weg zum führenden Mobilitätsanbieter

PSA-Konkurrent Renault will in Paris Carsharing-Fahrzeuge in die Straßen stellen. Vor kurzem hat sogar die schwedische Luxusmarke Volvo eine eigene Mobilitätsmarke namens "M" vorgestellt. Deren Carsharing-Angebot soll im Frühjahr 2019 zunächst in Schweden und später in den USA starten.

Volkswagen muss also mit einigem Gegenwind für seine Carsharing-Angebote rechnen. Doch ganz grün hinter den Ohren beim Thema Carsharing sind die Wolfsburger auch nicht. Der Volkswagen-Konzern ist an mehreren Mobilitätsunternehmen weltweit beteiligt oder kooperiert mit solchen, die Carsharing anbieten. Unter Ex-Chef Matthias Müller hatte der Volkswagen-Konzern das Ziel ausgegeben, zu einem weltweit führenden Mobilitätsanbieter werden zu wollen.

Da ist "We" dann ein durchaus logischer Schritt - auch wenn der Konzern noch ziemlich viel Geheimniskrämerei um seinen Dienst macht.

mit Material von dpa-afx

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