Donnerstag, 22. August 2019

Elektroautos Audi E-Tron und Jaguar I-Pace im Vergleichstest Wo Audi und Jaguar Tesla schlagen

Elektroauto-Vergleich: Audi E-Tron Quattro und Jaguar I-Pace im Alltagstest
Jaguar

6. Teil: Was nervt beim I-Pace und E-Tron im Alltag?

Zwei Dinge störten uns beim I-Pace im Alltag: Zum einen schien die Klimaanlage nicht besonders verlässlich. Auch bei der Einstellung auf 25 Grad Innenraumtemperatur fröstelten Fahrer und Beifahrer, obwohl bei unserem zweiwöchigen Test Ende November bis Mitte Dezember vorwiegend Plustemperaturen herrschten. Das eingebaute Navi zeigte zwar verlässlich Ladesäulen an und legte Ladestopps nahe, wenn sich der Akku leerte. Allerdings: Eine Gesamtberechnung der Fahrdauer inklusive Ladestopp-Zeiten schaffte bietet Jaguars Infotainmentsystem nicht.

Beim E-Tron störten uns die überempfindlichen Parkpiepser im Alltag gewaltig. Denn der mächtige SUV warnt auch vor Bordsteinkanten, wenn diese gerade mal 5 Zentimeter hoch sind. Und bei einem Abstand von weniger als 10 Zentimetern zum Bordstein ertönt ein nerviger Dauerton, der eher stresst als das Einparken erleichtert. Und so hübsch die Touchscreens im Inneren auch anzusehen sind, sie erfordern einen eher kräftigen Fingerdruck zur Bedienung. Sehr gewöhnungsbedürftig waren auch die im Testwagen eingebauten elektronischen Außenspiegel, die ein Kamerabild auf einen Bildschirm im unteren Eck der Seitenfenster spielen. Sie mögen die Aerodynamik verbessern, machen aber im Alltag das Abschätzen von Entfernungen schwieriger. Und einen toten Winkel besitzen sie genauso wie ihre physischen Spiegel-Pendants.

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