Donnerstag, 27. Juni 2019

Elektroautos Audi E-Tron und Jaguar I-Pace im Vergleichstest Wo Audi und Jaguar Tesla schlagen

Elektroauto-Vergleich: Audi E-Tron Quattro und Jaguar I-Pace im Alltagstest
Jaguar

5. Teil: Was können die Assistenzsysteme, wie steht es um die Bedienbarkeit?

Was können die Assistenzsysteme und die Bedienbarkeit?

Tesla brüstet sich gerne mit der Überlegenheit seines Autopilot-Assistenzsystems. Doch die beiden Tesla-Jäger müssen sich da beileibe nicht verstecken. Im iPace funktionierten Spurhalteassistenz und Abstandsradar auf der Autobahn und im Stop-and-Go-Verkehr in der Stadt verlässlich, einzig bei Dunkelheit oder schlechten Straßenmarkierungen geriet das System an seine Grenzen. Uns fiel die Bedienung des Infotainment-Systems im Jaguar über zwei Touchscreens leicht, die Menüs waren logisch strukturiert. Und die Verbindung zum Smartphone und der Zugriff auf die gespeicherte Musik via Apple CarPlay gelang klaglos - Tesla bietet die Apple-eigene Schnittstelle in seinen Fahrzeugen bislang nicht an.

Audis E-Tron fährt dem I-Pace aber bei den elektronischen Helferlein davon: Auf Wunsch - und nach Eingabe eines Navigationsziels - bremst der E-Tron vor Kurven auf die passende Geschwindigkeit ab, erkennt Tempolimits und passt die Fahrgeschwindigkeit entsprechend an - und das bereits ziemlich verlässlich. Es ist eine Art betreutes Fahren, die der E-Tron da bietet: Der Mensch lenkt und überwacht, der Computer beschleunigt und hält den richtigen Abstand. Das funktioniert beim I-Pace noch nicht in dieser Eleganz und Verlässlichkeit. Teslas Autopilot ist unserer Meinung nach zwar in engeren Kurven bei der Spurführung verlässlicher, da quittieren der E-Tron und der I-Pace gerne mal recht abrupt den Dienst. Doch insgesamt ist der E-Tron beim assistierten Fahren, wie es Audi nennt, Teslas Autopilot aus unserer Sicht zumindest ebenbürtig.

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