Donnerstag, 27. Juni 2019

Elektroautos Audi E-Tron und Jaguar I-Pace im Vergleichstest Wo Audi und Jaguar Tesla schlagen

Elektroauto-Vergleich: Audi E-Tron Quattro und Jaguar I-Pace im Alltagstest
Jaguar

3. Teil: Wie fahren sie sich, wo unterscheiden sie sich?

Jaguars I-Pace bringt 2,2 Tonnen auf die Waage, der E-Tron hat noch mal 300 Kilo mehr. Leichtfüßig fühlt sich keines der beiden Fahrzeuge im Alltagsverkehr an. Doch das gilt auch für Teslas Elektroautos. Mächtig Spaß machen aber sowohl der Jaguar als auch der Audi auf dem Beschleunigungsstreifen: Der Audi fährt aus dem Stand in 6,6 Sekunden auf 100 km/h, der I-Pace schafft dies sogar in 4,8 Sekunden.

Die knapp anderthalb Sekunden Differenz beim Losholzen machen in der Praxis kaum einen Unterschied - beide Fahrzeuge drücken Fahrer und Passagiere beim Durchdrücken des Gaspedals mächtig in die Sessel. Der iPace ist noch um ein Quäntchen dynamischer, Teslas Model X hängt sie im Beschleunigungswettkampf aber beide ab.

Dafür spürt man bei beiden Fahrzeugen die jahrzehntelange Erfahrung der Autoingenieure: Bodenwellen oder Kopfsteinpflaster stecken der E-Tron und der I-Pace souverän weg- wohl auch, weil beide Testwagen eine aufpreispflichtige Luftfederung an Bord hatten.

Der I-Pace war aus unserer Sicht aber um einen Ticken härter abgestimmt als der eher komfortabel ausgelegte E-Tron. Die Nase vorne hatte der E-Tron aber bei der Geräuschdämmung: Er reduzierte Außengeräusche auf ein absolutes Minimum, auch bei höheren Autobahngeschwindigkeiten drangen kaum Abrollgeräusche durch. Das lag möglicherweise auch an der Akustikverglasung für die Seitenscheiben, für die Audi 420 Euro Aufpreis nimmt.

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