Royal Mail startet Elektroauto-Offensive Das ist die britische Antwort auf den Streetscooter der Post

Foto: Arrival

Die Deutsche Post (Kurswerte anzeigen) war mit dem Streetscooter schneller, doch die Royal Mail zieht nun mit einem Fahrzeug nach: Auch die Briten wollen ihre Sendungen künftig elektrisch ausliefern. Dazu greifen sie ab Dezember auf ein quaderförmiges Fahrzeug des Herstellers Arrival zurück.

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Die Wagen sollen in verschiedenen Größen auf die Straße kommen - als 3,5-, 6- sowie als 7-Tonner, wie das Technologie-Portal "Wired" berichtet . Zunächst startet allerdings nur eine einjährige Testphase mit neun Prototypen.

Die Arrival-Eigentümer engagieren sich auch bei der autonomen Rennserie Roborace. In dieser treten fahrerlose, hardware-identische Rennwagen gegeneinander an, die von den Teams individuell programmiert werden können.

Die Post-Transporter sollen zunächst Sendungen von Logistikzentren nach London und Umgebung bringen. "Wir haben elektrische Transporter schon zuvor getestet, aber noch nicht mit einem derart innovativen Design", zitiert "Wired" den Flottenmanager der Post, Paul Gatti. Die große Windschutzscheibe ermögliche dem Fahrer eine bessere Sicht auf den Verkehr, was Unfälle verhindern soll.

Die Reichweite der Fahrzeuge soll 160 Kilometer betragen. Autos, die auf längeren Strecken eingesetzt werden, verfügen über einen Reichweiten-Verlängerer. Ab 2020 soll autonomes Fahren möglich sein.

Die Deutsche Post hat einen anderen Weg eingeschlagen. Sie setzt auf ein spartanisch ausgestatteten Elektro-Kastenwagen, den Streetscooter. Der schafft nur 80 Kilometer. Dafür rollt er aber schon serienmäßig aus der Aachener Fabrik - die Post hat bereits mehrere Tausend dieser Fahrzeuge im Einsatz und plant bereits eine weitere Fertigungsstätte.

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