Mittwoch, 27. Mai 2020

Restrukturierung in Eigenverwaltung Elektroautobauer e.Go fährt unter den Schutzschirm

Die Produktion bei e.Go ruht seit dem 23. März. Jetzt hat der Aachener Elektroautobauer ein Schutzschirmverfahren beantragt. Die Geschäftsführung kann das Unternehmen unter Aufsicht selbstständig sanieren.
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Die Produktion bei e.Go ruht seit dem 23. März. Jetzt hat der Aachener Elektroautobauer ein Schutzschirmverfahren beantragt. Die Geschäftsführung kann das Unternehmen unter Aufsicht selbstständig sanieren.

Der Aachener Elektro-Autobauer e.Go hat ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das Amtsgericht Aachen habe dem Antrag bereits stattgegeben und einen vorläufigen Sachwalter bestellt, teilte e.Go am späten Donnerstagabend mit.

"Wir gehen jetzt in ein eigenverwaltetes Verfahren, dass uns die Gelegenheit zur Restrukturierung und Neuordnung unserer Finanzen gibt", sagte Unternehmensgründer Günther Schuh dem "Handelsblatt". Das Schutzschirmverfahren bewahrt in die Krise geratene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Die Geschäftsführung kann das Unternehmen unter Aufsicht selbstständig sanieren.

""Ich bin jetzt einfach mal optimistisch": Günther Schuh
Oliver Berg/ DPA
""Ich bin jetzt einfach mal optimistisch": Günther Schuh

Das Unternehmen gehe zuversichtlich in diese Phase und wolle vermeiden, Mitarbeiter zu entlassen, sagte Schuh. "Ich bin jetzt einfach mal optimistisch, trotz Corona." Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie steht laut Unternehmensangaben bei e.Go seit dem 23. März die Produktion still. "Ob wir die Produktion nach dem ominösen 20. April wieder ganz normal hochfahren können, wissen wir noch nicht", sagte Schuh.

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Die "Aachener Zeitung" (Freitag) zitierte ihn mit den Worten: "Ich glaube, dass wir stärker denn je aus dieser Phase herauskommen und die Region das Herz der künftigen Mobilität sein wird."

Der Aachener Elektro-Autobauer e.Go hatte 2019 seine selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. Man habe in dem Jahr 540 Autos verkauft, hatte das Unternehmen im Januar berichtet. Angepeilt waren 600 Exemplare gewesen, ursprünglich war sogar von 1000 die Rede.

dpa-afx/rei

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