Staubsauger-Pionier Dyson entwickelt angeblich Elektroauto Wird Dyson zum britischen Tesla-Fighter?

Er gilt als britischer Daniel Düsentrieb. Er ist innovationsverliebt und scheffelt mit seinem Staubsaugerimperium Milliarden. Nachdem er mit seinen Handtrocknern und beutellosen Staubsaugern die Welt erobert hat, widmet sich der britische Vorzeige-Unternehmer James Dyson nun offenbar einem neuen, ziemlich ehrgeizigen Projekt: Dem Bau eines Elektroautos.

Unterstützt wird er bei seinem Unterfangen von der britischen Regierung, die im Kampf um die automobile Vorherrschaft der Zukunft offensichtlich US-Unternehmen wie Tesla  , Uber oder Apple  nicht kampflos den Sieg überlassen will.

"Die Regierung unterstützt Dyson bei der Entwicklung eines neuen, batteriebetriebenen Fahrzeugs im Hauptquartier in Malmesbury, Wiltshire", zitierte der "Guardian"  kürzlich aus dem von der Regierung veröffentlichten Infrastrukturplan 2016 bis 2021. Dadurch würden Investments von 174 Millionen in der Region gehalten und mehr als 500 Jobs vor allem im Tech-Bereich geschaffen.

Kurz darauf wurden die Hinweise auf das Elektroauto-Vorhaben dann aber offenbar wieder getilgt. Mittlerweile ist in dem Dokument nur noch von der "Entwicklung neuer Batterie-Technologie" in Malmesbury die Rede.

Dyson selbst wollte die Berichte nicht kommentieren. Man äußere sich prinzipiell nicht zu Produkten, die sich noch in der Entwicklung befänden, hieß es. 

Ein Batterie-Startup hat Dyson schon

Dass die britische Regierung Dank ihres Investments schon bald einen ernstzunehmenden britischen Tesla-Fighter präsentieren kann, ist unwahrscheinlich. Unternehmen, die sich mit enormem PR-Aufwand als neue Tesla-Konkurrenz gerieren, gibt es viele. Allerdings hat Dyson bereits einen Fuß im Batteriegeschäft - und in diesen Segment offenbar noch einiges vor. So kündigte der britische Konzern vor einigen Tagen an, in den nächsten fünf Jahren mehr als umgerechnet 1,2 Milliarden Euro in die Batterietechnologie investieren zu wollen.

Die Grundlage dazu hatte Dyson im vergangenen Jahr gelegt, als er für rund 90 Millionen Dollardas Batteriestartup Sakti3 übernahm . Dessen Feststoffbatterien lassen sich nach Angaben des Unternehmens innerhalb weniger Minuten aufladen, überhitzen nicht so leicht und können offenbar mit einer deutlich längeren Lebensdauer aufwarten als konventionelle Batterien.

Dysons Erfindungsreichtum jedenfalls blüht wie lange nicht. Alleine im vergangenen Jahr brachen die Briten 17 neue Produkte auf den Markt. Der Gewinn kletterte - vor allem Dank florierender Geschäfte in China - um satte 20 Prozent.

Ob unter den selbstfahrenden Staubsaugern der Briten in absehbarer Zukunft auch ein selbstfahrendes Auto von sein wird, bleibt indes abzuwarten.

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