Montag, 22. April 2019

SUV-Liebe hebt Autopreise Für diese Automarken lassen Käufer viel Geld springen

Überarbeiteter Porsche Cayenne: Mittlerweile ist jeder fünfte in Deutschland neu zugelassene Neuwagen ein SUV
Deutschlands Autokäufer geben für ihre neuen Modelle im Schnitt so viel Geld aus wie nie zuvor. Im ersten Halbjahr gaben die Kunden im Schnitt 28.153 Euro für ihre Neuwagen aus - das sind 3,5 Prozent mehr als noch in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das zeigt eine neue Studie des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer, der das CAR Institut der Universität Duisburg-Essen leitet. Laut der Studie , die manager magazin online vorliegt, ist das der höchste Durchschnittspreis, der jemals in Deutschland für Neuwagen bezahlt wurde.

Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2011 lag der Durchschnittspreis noch bei 25.893 Euro, im Vorjahr waren es 27.189 Euro. Den aktuellen Anstieg bei den Durchschnittspreisen führt Dudenhöffer vor allem auf die wachsende Beliebtheit von Geländewagen zurück. Der Marktanteil von SUVs stieg im ersten Halbjahr 2015 auf 19,1 Prozent, im Jahr 2014 lag er noch bei 18 Prozent. Gleichzeitig sank der Marktanteil von Klein- und Kleinstwagen von 23,2 Prozent auf 22,4 Prozent. "Kleinwagen werden 'langweiliger' für die deutschen Autokäufer, schreibt Dudenhöffer in der Studie.

Die geringe Inflationsrate und die niedrigen Treibstoffpreise führen dazu, dass deutsche Neuwagenkäufer eher teure Autos und mehr SUVs kaufen. Dieses Kaufverhalten hebt auch den gesamten Schnitt. Denn Listenpreis eines Durchschnitts-SUVs von 34.263 Euroliegt laut der Studie um 22 Prozent über jenem eines Durchschnitts-Neuwagens.

Noch etwas Spannendes lässt sich aus der Studie herauslesen - nämlich, wie sich die einzelnen deutschen Automarken preislich positionieren. Wie viel Neuwagenkäufer im Schnitt für ihre deutschen Lieblingsmarken ausgeben, lesen sie auf den nächsten Seiten.

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