Weg für Fusion mit Car2Go frei Sixt verkauft DriveNow-Anteil an BMW

Mietwagen von DriveNow: Sixt verkauft seinen Anteil für rund 209 Millionen Euro

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Sixt macht den Weg für eine mögliche Fusion von Car2Go und DriveNow frei: Der Autovermieter verkauft seinen 50-Prozent-Anteil an dem Carsharing-Dienst DriveNow an seinen Partner BMW. Der Münchener Dax-Konzern zahlt für die Hälfte an dem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen rund 209 Millionen Euro, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Die Aufsichtsbehörden müssen der Transaktion zustimmen, die Freigabe wird im zweiten Quartal erwartet.

Vor mehr als einem Jahr hat das manager magazin bereits über die Fusionspläne der Carsharing-Dienste von BMW und Daimler berichtet. Dabei galt die Beteiligung des Autovermieters Sixt bisher als Hürde. Ende Mai 2017 berichtete manager magazin, dass Sixt nun offen für eine Zusammenarbeit sei. Der im SDax  notierte Autovermieter Sixt  rechnet durch den Verkauf der Anteile mit einem außerordentlichen Ertrag von rund 200 Millionen Euro vor Steuern.

BMW-Digitalvorstand Peter Schwarzenbauer sagte, Mobilitätsdienste gehörten zu den Eckpfeilern der Unternehmensstrategie. "Bis 2025 wollen wir 100 Millionen Kunden für unsere Premium Mobilitätsangebote begeistern. Mit DriveNow als hundertprozentiger Tochter haben wir alle Optionen für eine strategische Weiterentwicklung unserer Services in der Hand."

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BMW und Sixt hatten DriveNow 2011 gegründet. Der Dienst hat mehr als eine Million Kunden in 13 europäischen Städten. Daimlers Dienst Car2Go, seit drei Jahren auf dem Markt, hat nach eigenen Angaben knapp drei Millionen Kunden weltweit.

Carsharing hat in den vergangenen Jahren starken Zulauf bekommen. Bei Angeboten wie Car2Go und DriveNow können die Autos in bestimmten Großstadtzonen per Handy geortet und nach Gebrauch an einem beliebigen Platz wieder abgestellt werden.

Allerdings verdienen die Firmen bisher kaum etwas an der Kurzzeitmiete. Autoproduzenten wie Daimler oder BMW sehen im Carsharing auch einen Einstieg für potenzielle Kunden, die so Fahrzeuge testeten und sich später für ein eigenes entschieden. Car2Go hat 14.000 Autos und drei Millionen Kunden, DriveNow hat 6000 Autos und eine Million Kunden. Zu Umsatz, Gewinn oder Verlust äußerten sich die beiden Firmen nicht.

mg/dpa-afx/afp
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