Dienstag, 10. Dezember 2019

Neuer US-Präsident setzt auf Öl Wird Donald Trump das Elektroauto vernichten?

Kommender US-Präsident Donald Trump: Erinnerungen an das Trauma aller Elektroauto-Fans
[M] DPA, Sony
Kommender US-Präsident Donald Trump: Erinnerungen an das Trauma aller Elektroauto-Fans

5. Teil: Verliert die Industrie das Interesse an E-Autos, wenn Trump umschwenkt?

Das ist kaum vorstellbar. "Die Autoindustrie ist schon sehr weit fortgeschritten bei Elektroautos", sagte US-Analyst Tony Lim von Kelley Blue Book der "Washington Post". Daher seien staatliche Förderungen nicht mehr so notwendig wie vor einigen Jahren.

Völlig ohne Hilfe dürften E-Autos vermutlich noch nicht auskommen. Fallen Zuschüsse und Vergünstigungen abrupt weg, könnte das Hersteller und Kunden zeitweise verunsichern - und die E-Autos in den USA einen deutlichen Dämpfer erhalten.

Dann werden sich auch deutsche Hersteller wie BMW, Volkswagen und Daimler überlegen, ob große E-Auto-Pläne zumindest für die USA kurzfristig noch sinnvoll sind. Auf der anderen Seite müssen Hersteller davon ausgehen, dass die Demokraten das Ruder nach Wahlsiegen in den kommenden Jahren wieder herumreißen und das Umfeld für E-Autos wieder verbessern.

Im Rest der Welt geht auch der politische Trend deutlich in Richtung emissionsfreie Autos. China will bald eine E-Auto-Quote einführen, die EU und viele europäische Metropolen verschärfen die Abgasbestimmungen oder planen Einfahrverbote für Verbrenner in Innenstädte. Gegenwind auf dem US-Markt würde das E-Auto als solches daher wohl kaum aufhalten.

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