Dienstag, 23. Juli 2019

Neuer US-Präsident setzt auf Öl Wird Donald Trump das Elektroauto vernichten?

Kommender US-Präsident Donald Trump: Erinnerungen an das Trauma aller Elektroauto-Fans
[M] DPA, Sony
Kommender US-Präsident Donald Trump: Erinnerungen an das Trauma aller Elektroauto-Fans

4. Teil: Wie wichtig ist politische Unterstützung für E-Autos?

Sehr wichtig - zumindest in der Vergangenheit und auch gegenwärtig noch. Ohne Steuerrabatte, Quoten und sonstige Fördermaßnahmen wäre der Aufstieg der Elektroautos in den vergangenen Jahren nicht denkbar gewesen. Das gilt für die USA genauso wie für Europa und China.

In Amerika steht an erster Stelle der 7500-Euro-Steuerrabatt, den Käufer von Elektroautos bekommen. Zudem haben Autohersteller, die E-Autos bauen, staatliche Unterstützung in Form günstiger Kredite bekommen.

Die staatlichen Effizienzvorgaben für Autos helfen indirekt den Batteriewagen: Hersteller, die viele emissionsfreie oder -arme Wagen bauen, können die Quoten auf diese Weise leichter erfüllen. Das funktioniert in den USA ähnlich wie in Europa. Einzelne Bundesstaaten in den USA legen noch einen drauf - in Form weiterer Steuergutschriften oder vorgeschriebener Elektroauto-Anteile für die Hersteller. Vor allem der bevölkerungsreichste Bundesstaat, Kalifornien, tut viel für E-Autos und wird dies weiterhin tun.

In Zukunft dürfte die staatliche Förderung von E-Autos relativ an Bedeutung verlieren. Die Wagen werden besser und billiger und finden sich deshalb auch mit weniger Förderung Käufer. So kommen 2017 mehrere Autos mit Reichweiten um die 400 Kilometer für etwa 35.000 Dollar auf den Markt (Chevrolet Bolt, Tesla Model 3). Für diesen Preis gab es bisher Autos, die eher um die 200 Kilometer weit kommen (VW E-Golf, BMW i3, Nissan Leaf).

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