Freitag, 18. Oktober 2019

Neuer US-Präsident setzt auf Öl Wird Donald Trump das Elektroauto vernichten?

Kommender US-Präsident Donald Trump: Erinnerungen an das Trauma aller Elektroauto-Fans
[M] DPA, Sony
Kommender US-Präsident Donald Trump: Erinnerungen an das Trauma aller Elektroauto-Fans

2. Teil: Was sagt Donald Trump zu Elektroautos?

Vordergründig betrachtet sagt Trump zum Thema E-Mobilität nicht viel. Anders war es vor vier Jahren: Damals hatte der republikanische Kandidat Mitt Romney Tesla noch als "Loser-Firma" bezeichnet und sich generell skeptisch über die Elektroauto-Technik geäußert. Ob Trumps Schweigen nun aber Unterstützung für E-Autos bedeutet, darf bezweifelt werden. Generell findet er, der Staat solle mittels Subventionen keine Gewinner oder Verlierer aussuchen - und hat das explizit auf neue Technologien in der Auto- und Energieindustrie bezogen.

Zudem ist Trumps allgemeiner Kurs auf diesen Politikfeldern eindeutig. Er will die Suche nach Öl und Gas in den USA erleichtern und neue Pipelines bauen lassen. Umweltvorschriften sollen gelockert oder abgeschafft werden. "Jeder, der sich für energieeffiziente und nachhaltige Lösungen einsetzt, sollte besorgt sein", sagte die ehemalige Juristin im US-Verkehrsministerium, Kathryn Thomson, gegenüber der "Washington Post".

Trumps Einlassungen zur Energiepolitik sprechen für ein Autoindustrie-Weltbild des kommenden Präsidenten, in dem Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor eine tragende Rolle spielen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass daher auch Effizienzvorgaben für die Autoindustrie ins Visier geraten. Im Gegensatz dazu haben die Demokraten um Kandidatin Hillary Clinton und Noch-Präsident Barack Obama stets den Wechsel zu neuen, sauberen Antriebsformen propagiert - und entsprechend gehandelt.

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