Mittwoch, 1. April 2020

US-Autos sollen wieder mehr Sprit schlucken dürfen Trump plant 33-Milliarden-Geschenk für Autoindustrie

Ford F-150
Tom Grünweg
Ford F-150

US-Präsident Donald Trump will den Autohersteller mit einer erneuten Änderung der Umweltvorschriften offenbar Kosten in Milliardenhöhe ersparen. Der Präsident werde am Mittwoch bei seinem Besuch der Autobranche rund um die Industriemetropole Detroit ankündigen, die Regeln zum Spritverbrauch und Abgasausstoß auf den Prüfstand zu stellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf zwei Insider. Damit würden die Weichen gestellt, um eine Regelverschärfung zurückzudrehen, die noch kurz vor dem Regierungswechsel beschlossen worden war.

Für die Autolobby wäre es ein großer Erfolg, wenn das unter Trump vom Klimawandelskeptiker Scott Pruitt geleitete Umweltamt EPA diesen Schritt machen würde. Die Behörde hatte die von der Obama-Regierung vorgeschlagenen Regeln, die von 2022 bis 2025 umgesetzt werden sollen, im Januar vorzeitig bestätigt und damit für großen Unmut in der Branche gesorgt. Es geht um viel Geld.

Die EPA hatte kalkuliert, dass es die Autobauer rund 33 Milliarden Dollar kosten würde, die Standards zu erfüllen. Die Vorteile etwa durch niedrigere Spritkosten führten jedoch zu fast dreimal so hohen Einsparungen.

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