Donnerstag, 27. Juni 2019

Auch Bosch wohl zur Zahlung bereit Fiat Chrysler zahlt in Dieselaffäre offenbar 700 Millionen

Unter Verdacht: Der Fiat Chrysler Konzern

Der US-Autobauer Fiat Chrysler hat immer bestritten, die Abgasgrenzwerte seiner Autos manipuliert zu haben. Dennoch ist der Konzern jetzt offenbar bereit, den Streit mit der US-Justiz für 700 Millionen Dollar beizulegen. Auch der deutsche Autozulieferer Bosch werde einen zweistelligen Millionenbetrag zahlen, heißt es.

Der Autobauer Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen will Insidern zufolge den Streit mit dem US-Justizministerium und Fahrzeugbesitzern über zu hohe Abgasemissionen mit der Zahlung von mehr als 700 Millionen Dollar beilegen. Dies solle noch am Donnerstag offiziell bekanntgegeben werden, sagten drei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Der deutsche Autozulieferer Robert Bosch, der einige Komponenten für die Dieselmotoren von Fiat Chrysler lieferte, dürfte 30 Millionen Dollar zahlen, sagte einer der Insider. Beide Unternehmen sowie das Ministerium wollten sich dazu nicht äußern.

Die USA werfen dem amerikanisch-italienischen Autobauer vor, Abgas-Grenzwerte bei mehr als 100.000 Diesel-Fahrzeugen mit Hilfe einer speziellen Software umgangen zu haben. In der Vergangenheit hat der Konzern ein Fehlverhalten bestritten. Trotzdem hatte Fiat Chrysler vorsorglich Geld beiseite gelegt, um in dem Fall mögliche Kosten durch Strafen auffangen zu können.

Fiat Chrysler hat den Verkauf von Diesel-Fahrzeugen in den USA mit einem Software-Update sichergestellt. Volkswagen musste wegen Abgas-Manipulationen mehr als 25 Milliarden Dollar in den USA zahlen.

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