Donnerstag, 18. Juli 2019

VW zahlt bis zu 5000 Euro, Mercedes bis zu 10.000 14 plus x - wer vom Diesel-Paket profitiert und wer nicht

Dieselpaket:: 14 Intensivstädte plus x

3. Teil: Was Nachrüstungen am Motor kosten werden - und wer sie bezahlen soll

Wie sind Pläne bei Hardware-Nachrüstungen?

Wahlmöglichkeit Nummer zwei sind Einbauten von Katalysatoren. Die sind aus Expertensicht besonders wirksam, um den Schadstoff-Ausstoß zu senken. Die Option soll Dieselbesitzer ansprechen, die ihren erst vor ein paar Jahren gekauften Wagen behalten wollen - oder sich auch mit Prämie keinen Neuwagen leisten können. Allerdings gibt es bei diesen Nachrüstungen noch große offene Fragen. Da ist das Geld. Der Einbau koste im Schnitt 3000 Euro, kalkuliert die Regierung nun. Die Haftung sollen die Nachrüster übernehmen. Bleibt die Frage, wer zahlt. Dazu kommt: Es kann dauern. Noch fehlen technische Vorgaben, das Kraftfahrt-Bundesamt muss diese genehmigen. Intern rechnet die Regierung damit, dass Nachrüstungen frühestens in einem Jahr starten.

Was sagen die Hersteller?

Die Konzernchefs haben von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, was sie von Motor-Umbauten an älteren Wagen halten: nichts. Zu aufwendig, zu teuer, ungünstig für den Spritverbrauch, lauteten und lauten die Warnungen. So etwas selbst anzubieten und auch noch dafür zu haften, lehnte die Branche rundweg ab. Vor und hinter den Kulissen machte die Regierung bis hinauf zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Druck, dass die Autobauer 100 Prozent der Kosten übernehmen. Der Effekt: vorerst gleich null. Nach Vorlage des Groko-Konzepts bauen sich wachsende Erwartungen auf. Nicht nur der Autofahrerclub ADAC fordert, die Hersteller müssten nun liefern.

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