Autokrise belastet Logistik-Konzern DHL streicht 2200 Arbeitsplätze bei Jaguar Land Rover

Dem Autobauer Jaguar Land Rover in Großbritannien geht es schlecht. Das hat auch Folgen für DHL. Der Logistik-Konzern will bis zu 2200 Mitarbeiter entlassen, die für die Belieferung der Jaguar Land Rover-Werke tätig sind.
Arbeiter in einem Werk von Jaguar Land Rover

Arbeiter in einem Werk von Jaguar Land Rover

Foto: REUTERS

Der deutsche Logistik-Konzern DHL will bis zu 2200 Mitarbeiter entlassen, die für die Belieferung der Jaguar Land Rover-Werke in Großbritannien tätig sind. Von dem Stellenabbau seien rund 40 Prozent des DHL-Personals betroffen, sagte die Gewerkschaft Unite am Dienstag. DHL habe als Gründe angegeben, dass die Kündigungen auf einen Rückgang der Automobilproduktion infolge der Coronavirus-Krise und auf erwartete "Effizienzeinsparungen" zurückzuführen seien, fügte die Gewerkschaft hinzu. DHL dürfe keine fest angestellten Vollzeitkräfte entlassen, so lange die Arbeit weiterhin an Subunternehmer ausgelagert werde, sagte Matt Draper, nationaler Logistikbeauftragter von Unite.

Vergangenen Monat hatte bereits der indische Automobilhersteller Tata Motors angekündigt, voraussichtlich rund 1100 befristete Stellen bei Jaguar Land Rover abzubauen, um infolge der wirtschaftlichen Einbußen durch die Coronavirus-Pandemie in ihrer Luxuseinheit die Kosten zu senken. Die Kosten sollten um weitere 1 Milliarde Pfund (1,3 Milliarden Dollar) sinken. DHL und Jaguar Land Rover waren laut Reuters nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Jaguar Land Rover (JLR) hatte Ende Mai laut "Bloomberg" einen Milliardenkredit aus dem Corona-Krisen-Hilfspaket des Vereinten Königreichs beantragt. Insgesamt eine Milliarde Pfund wolle JLR an Kreditfazilitäten, hieß es. Zugleich hatte sich JLR auch um eine weitere Milliarde Pfund an Steuererleichterungen, Forschungszuschüssen und andere Subventionsformen bemüht, hieß es in dem Bericht.

rei/Reuters