Absprachen von VW, BMW und Daimler Deutsche Autobauer unter Diesel-Kartellverdacht

Dieter Zetsche (Daimler), Harald Krüger (BMW) und Matthias Müller (Volkswagen): Deutsche Autobauer unter Kartellverdacht

Dieter Zetsche (Daimler), Harald Krüger (BMW) und Matthias Müller (Volkswagen): Deutsche Autobauer unter Kartellverdacht

Foto: Andreas Gebert/ picture alliance / dpa

Die deutschen Autobauer haben sich nach einem Bericht des "SPIEGEL" in einer Reihe von geheimen Arbeitskreisen über die Diesel-Abgasreinigung und viele andere Technikstandards abgesprochen. Volkswagen habe am 4. Juli 2016 darüber einen Schriftsatz bei Wettbewerbsbehörden eingereicht, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag.

Darin soll VW selbst den Verdacht äußern, die Absprachen von Volkswagen, Audi, Porsche, BMW und Daimler seien "kartellrechtswidriges Verhalten". Seit den 90er Jahren hätten sich mehr als 200 Mitarbeiter in über 60 Arbeitsgruppen über Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgestimmt.

Auch die Auswahl von Lieferanten und die Preise von Bauteilen in allen Bereichen der Auto-Entwicklung, von Motoren, Bremsen, Kupplung und Getrieben, seien Gegenstand der Gespräche gewesen.

Daimler erklärte, das Unternehmen äußere sich grundsätzlich nicht zu Spekulationen. Die anderen Unternehmen waren nicht unmittelbar zu einer Stellungnahme zu erreichen.

An der Börse sorgte der Bericht für Nervosität unter Aktionären. Die Aktien von Daimler , BMW  und Volkswagen Vz.  bauten in einem ohnehin schwachen Marktumfeld ihre Verluste aus und gaben zuletzt zwischen 2 und 4 Prozent nach.

la/reuters/spon
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