Daimler verdoppelt Gewinn Daimler dreht auf, Anleger greifen zu

Kräftig gestiegene Mercedes-Verkaufe haben Daimler im ersten Quartal viel Geld in die Kasse gespült. Doch die höchste Rendite fuhr der Autobauer nicht mit den Edelkarossen ein.
Mercedes-Benz E-Klasse Coupé

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Starke Mercedes-Verkäufe und Immobiliendeals haben dem Autokonzern Daimler zu einem starken Start ins Jahr verholfen. Konzernweit lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im ersten Quartal mit 4,01 Milliarden Euro annähernd doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum, teilte der Konzern bereits am Dienstagabend auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Das war vor allem einem deutlichen Ergebnisplus in der wichtigsten Sparte Mercedes-Benz Pkw zu verdanken.

Das Ergebnis liege deutlich über den Markterwartungen, hieß es vom Unternehmen. Dabei half, dass Daimler positive Sondereffekte in Höhe von insgesamt rund 690 Millionen Euro auswies, die unter anderem aus einem Immobilienverkauf und einer positiven Wertentwicklung bei einem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen stammten. Im Vorjahresquartal hatten unter anderem eine Wertminderung im China-Geschäft und Währungseffekte das Ergebnis deutlich mit 532 Millionen Euro belastet.

Aktie legt kräftig zu

Aktienhändler waren von rund 3,1 Milliarden Euro Betriebsgewinn für Januar bis März ausgegangen, einzelne Analysten hatten sich auch etwas mehr ausgerechnet. Selbst wenn die Sondereffekte herausgerechnet würden, liege das Ergebnis über den Schätzungen, sagte ein Händler am Morgen. Die Aktie von Daimler  legte am Vormittag an der Dax-Spitze um 2,3 Prozent auf 68,24 Euro zu.

Die Stammmarke Mercedes-Benz hatte in den ersten drei Monaten des Jahres 560.625 Autos verkauft - ein Plus von 16 Prozent. Insbesondere in China punktete das Unternehmen mit einem Absatzwachstum von mehr als einem Drittel überdurchschnittlich stark.

Das operative Ergebnis der Sparte kletterte um 60 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite stieg um fast drei Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Ein Jahr zuvor hatten Modellumstellungen und hohe Vorleistungen für die neuen Fahrzeuge das Ergebnis belastet.

Starke Margen lieferte die Van-Sparte ab

Auch in der schwächelnden Lkw-Sparte konnte Daimler das Ergebnis kräftig um gut 29 Prozent auf 668 Millionen Euro steigern. Das lag allerdings am Verkauf von Immobilien bei der Tochter Fuso, der einen Ertrag von 267 Millionen Euro einspielte.

Daimler hat in der Trucksparte ein Sparprogramm aufgelegt, das die jährlichen Fixkosten um 400 Millionen Euro senken soll. Im vergangenen Jahr verkauften die Stuttgarter mit 415.100 Fahrzeugen knapp 90.000 weniger als im Vorjahr. Gut ein Drittel ihrer Nutzfahrzeuge brachten sie in Nordamerika an die Kunden.

Die Van-Sparte mit kleineren Nutzfahrzeugen vor allem für gewerbliche Kunden wie Handwerk und Transport blieb die Renditeperle. Die Umsatzrendite zog um mehr als einen Prozentpunkt auf 11,9 Prozent an.

Auch die Finanzsparte zur Vermittlung von Finanzierungsverträgen beim Autokauf legte weiter zu und konnte das Ergebnis um ein gutes Fünftel steigern. Die vollständigen Quartalsergebnisse legen die Schwaben am 26. April vor.

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manager-magazin.de / Wochit
nis/rei/rtr
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