Elektro-Porsche, E-Mercedes Porsche, Mercedes und Audi planen Tesla-Fighter

Die deutschen Premium-Autobauer wollen US-Platzhirsch Tesla mit neuen, eigenen Elektroautos angreifen. Mercedes und Porsche planen Modelle mit mehr als 400 Kilometer Batterie-Reichweite. Audi will seinen Tesla-Fighter bis 2018 präsentieren.
Tesla Model S: Mit diesem Elektroauto hat Tesla großen Erfolg in der Premium-Klasse. Porsche will nun mit einem Elektro-Porsche dagegenhalten, und Mercedes plant ein mit der E- oder S-Klasse vergleichbares Elektromobil

Tesla Model S: Mit diesem Elektroauto hat Tesla großen Erfolg in der Premium-Klasse. Porsche will nun mit einem Elektro-Porsche dagegenhalten, und Mercedes plant ein mit der E- oder S-Klasse vergleichbares Elektromobil

Foto: Tesla Motors

Hamburg - Mercedes und Porsche arbeiten an neuen Elektroautos. Beide Marken planten Limousinen, deren Batterien mehr als 400 Kilometer Reichweite garantierten. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (24. Oktober) im Handel ist. Sie reagierten damit auf den Erfolg des kalifornischen Neulings Tesla mit seinem Model S.

Der Elektro-Porsche solle eine Art kleinere Version des Viertürers Panamera werden, heißt es in Stuttgart. Das Auto werde indes nicht vor 2018 auf den Markt kommen.

Mercedes plane ein mit E- oder S-Klasse vergleichbares Elektromobil, heißt es in Konzernkreisen. Der Vorstand habe über das Projekt zwar noch nicht endgültig entschieden, Konzernchef Dieter Zetsche treibe es aber vehement voran.

Der E-Mercedes kann allerdings nicht auf eine der aktuellen Modellarchitekturen aufgesetzt werden. Dazu sei die erforderliche Batterie zu groß, berichten Beteiligte. Deshalb werde der Tesla-Fighter wohl auch nicht vor 2021 in den Handel kommen.

Daimlers bisherige Elektroautos, ein Smart und ein Ableger der kompakten B-Klasse, kommen nur auf gut 150 Kilometer Reichweite.

Audi  hegt schon seit längerer Zeit Pläne für einen Tesla-Jäger. Vorstandschef Rupert Stadler favorisiert statt einer Elektrolimousine ein SUV-Coupé mit mehr als 400 Kilometern Reichweite. Stadler will das Auto nicht gegen Teslas Model S positionieren, sondern gegen das für 2015 angekündigte SUV-artige Model X des kalifornischen Herstellers. Verkaufen möchte er den Wagen spätestens 2018, möglichst aber schon Ende 2017.