USA Daimler Truck baut Ladesäulennetz mit Blackrock

Gemeinsam mit Partnern will Daimler Truck in den USA ein Ladesäulennetz für Fahrzeuge mit Elektro- und Wasserstoffantrieb bauen. Mit dabei ist auch der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock.
Elektro-Truck von Daimler: Gemeinsam mit Partnerfirmen wollen die Stuttgarter die Ladeinfrastruktur in den USA verbessern

Elektro-Truck von Daimler: Gemeinsam mit Partnerfirmen wollen die Stuttgarter die Ladeinfrastruktur in den USA verbessern

Foto: Marijan Murat / dpa

Daimler Truck will mit Partnern ein US-Ladenetz für Fahrzeuge mit Elektro- und Wasserstoffantrieb aufbauen. Erste Ladestationen solle es vom kommenden Jahr an geben, teilte der Lastwagenhersteller am Montag in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.

Dabei haben sich prominente Partner zusammengetan: Die Unternehmen Daimler Truck North America, NextEra Energy Resources und Blackrock Renewable, eine Tochter des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, unterzeichneten eine Absichtserklärung, um ein Gemeinschaftsunternehmen einzurichten. Das Vorhaben solle mit rund 650 Millionen US-Dollar (rund 583 Millionen Euro) angeschoben werden – der Betrag komme zu gleichen Teilen von den drei Unternehmen.

Daimler Truck mit gut 100.000 Beschäftigten wurde im Dezember von Daimler abgespalten und ist nun selbstständig. Beim Übergang vom Verbrenner zu neuen Antrieben setzt der Konzern auf Batterie und Brennstoffzelle. Im Jahr 2030 könnten Lkw mit diesen Antrieben zusammen bis zu 60 Prozent des Absatzes ausmachen, hatte Vorstandschef Martin Daum gesagt.

Der Rest des Daimler-Konzerns wechselt indes am Dienstag seinen Namen und heißt dann Mercedes-Benz Group AG. Nach der Abspaltung des großen Lkw-Geschäfts von Daimler Truck wollen die Stuttgarter damit deutlich machen, dass sie sich auf Autos und Vans konzentrieren. Die Umbenennung ist Teil eines großen Konzernumbaus, der zu zwei großen Industrieunternehmen führte.

Nach Angaben aus dem Unternehmen soll der Namenswechsel am Dienstag im Handelsregister verankert werden. Vorstandschef Ola Källenius will Mercedes-Benz als Luxusmarke etablieren. Er nutzt den bekannten Markennamen für das Unternehmen, damit es besser wahrgenommen und attraktiver wird.

cr/dpa-afx