Donnerstag, 18. Juli 2019

EXKLUSIV Künftiger Konzernchef Ola Källenius Daimler will spätestens 2040 CO2-frei sein

Diesellast, Elektrorückstand, Konjunkturschwäche: Ola Källenius hat ein schweres Erbe
picture alliance/dpa
Diesellast, Elektrorückstand, Konjunkturschwäche: Ola Källenius hat ein schweres Erbe

Der künftige Konzernchef Ola Källenius will Daimler zum CO2-freien Unternehmen machen - und so das Image aufpolieren. Zudem ist ein Sparkurs geplant. Mittelfristig könnten bis zu 10.000 Jobs abgebaut werden.

Der Stuttgarter Automobilhersteller Daimler soll spätestens 2040 zum CO2-freien Unternehmen werden. Der künftige Konzernchef Ola Källenius wolle das Unternehmen auf einen grüneren Kurs steuern als der aktuelle Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche, berichtet das manager magazin.

Das Projekt Nullemission solle ein Pfeiler der neuen Konzernstrategie werden. Man werde dieses Ziel sicher in Stufen erreichen, heißt es in Daimler-Kreisen. Aber am Ende müssten die Fahrzeuge, die Werke und auch die Zulieferer CO2-frei fahren und arbeiten. Sollte Daimler die Kohlendioxidemissionen tatsächlich bis 2040 auf null senken, wäre das zehn Jahre früher, als es das Pariser Klimaabkommen vorsieht.

Källenius wird außerdem Jobs abbauen, mittelfristig vielleicht 10.000 von aktuell 298.700. Dies soll jedoch sozial verträglich und ohne Tamtam geschehen. Frei werdende Stellen werden nicht neu besetzt; gleichzeitig gibt es neue Jobs etwa für Softwareexperten.

Källenius wird auf der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 den aktuellen Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche nach gut 13 Jahren an der Spitze ablösen. Gegen Daimler laufen aktuell Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der US-Behörden. Das Unternehmen, so der Verdacht, habe die Stickoxidemissionen von Dieselmotoren manipuliert. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

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