Sonntag, 19. Mai 2019

Absatz im April gefallen Mercedes verkauft weniger Autos - aber mehr als Audi

Vor allem die Modellwechsel bei den beliebten SUV (hier eine aufgefrischt Version des GLC) sollen sich negativ auf den Absatz im April ausgewirkt haben

Daimler verkauft den vierten Monat in Folge weniger Autos seiner Marke Mercedes-Benz. Das Absatzminus nach vier Monaten beträgt 5,5 Prozent. Damit liegt Mercedes aber immer noch besser als Wettbewerber Audi.

Der Autoabsatz von Daimlers Hausmarke Mercedes-Benz ist erneut gesunken. Im April gingen die weltweiten Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,5 Prozent auf 181.936 Autos zurück, teilte der Dax-Konzern am Freitag mit. Nach den ersten vier Monaten des Jahres steht bei Mercedes damit ein Minus von 5,6 Prozent auf 742.809 Wagen zu Buche.

Bei den SUVs wirkten sich die Modellwechsel im April noch dämpfend auf den Gesamtabsatz aus, begründete das Unternehmen den Rückgang. Auch die weltweit schwächere Autonachfrage dürfte dem Oberklasse-Hersteller zu schaffen machen.

Besonders stark war der Einbruch in den USA mit einem Minus von 15,7 Prozent. In Europa verkaufte Mercedes knapp fünf Prozent weniger. Von den großen Märkten hielt sich nur China im Plus mit 0,8 Prozent Zuwachs.

Daimler trotzt in China rückläufigen Verkäufen des Gesamtmarkts

Daimler ist als Premiumhersteller nicht so sehr von der derzeitigen Schwäche des chinesischen Marktes betroffen, auf dem Kunden vom Zollstreit mit den USA verunsichert sind sowie zuletzt auf eine Mehrwertsteuersenkung warteten. Dort fielen die Autoverkäufe im April und damit den elften Monat in Folge um 16,6 Prozent auf 1,54 Millionen zurück, teilte der Branchenverband PCA am Freitag mit. In den ersten vier Monaten des Jahres ergibt sich ein Absatzminus von rund 11,8 Prozent auf 6,71 Millionen Autos.

Die Neuauflagen der Geländewagen GLC, GLE und GLS sowie das jetzt bestellbare erste neue Elektroauto-Modell EQC sollten im Lauf des Jahres aber in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld für Schwung sorgen, prognostizierte Vertriebschefin Britta Seeger.

Trotz des Rückgangs entwickelte sich der Absatz von Mercedes-Benz im April deutlich besser als der des Konkurrenten Audi. Die VW-Tochter musste einen Absatzrückgang um fast 13 Prozent auf etwa 140.000 Autos verkraften. In den ersten vier Monaten summierte sich das Absatzminus bei Audi auf knapp sechs Prozent. Die Zahlen von BMW stehen noch aus.

rei mit Nachrichtenagenturen

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