Freitag, 19. Juli 2019

Daimlers Elektro-Offensive Mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr für Elektroautos

Daimlers elektrische Revolution: Präsentation der neuen Marke EQ in Paris

Der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler Börsen-Chart zeigen will deutlich mehr als bislang in Entwicklung und Bau von Elektrofahrzeugen investieren. Konzernchef Dieter Zetsche kalkuliere mit 1 bis 1,5 Milliarden Euro jährlich, berichtet das manager magazin in seiner am Freitag erschienenen Ausgabe. Daimler hatte auf dem Automobilsalon in Paris Ende September den Aufbau einer eigenen Elektromarke EQ angekündigt. Das erste Modell der neuen E-Serie soll 2019 auf den Markt kommen und gut 500 Kilometer Batteriereichweite erreichen. Zielmarke für den ersten EQ seien 40 000 verkaufte Autos pro Jahr, sagen Unternehmensinsider.

Ab dem für 2020/21 geplanten zweiten Modell sollen die EQ-Modelle eine eigene Basisarchitektur bekommen. Diese Plattform sei für Limousinen und SUVs etwa ab der Größe der Mercedes-C-Klasse gedacht, heißt es bei Daimler. Sie solle so konstruiert werden, dass sie auf den gleichen Produktionslinien wie Modelle mit Verbrennungsmotoren gebaut werden könnten. Auf dieser Architektur solle jedoch zunächst nur ein Teil der Elektroautomobile gebaut werden, berichten Daimler-Manager.

Vertriebsvorstand Ola Källenius geht davon aus, dass 2025 zwischen 15 und 25 Prozent der verkauften Mercedes- und Smart-Fahrzeuge elektrisch angetrieben sein werden. Das würde bedeuten, dass der Konzern bis zu 750 000 Elektroautos verkauft. Die Fahrzeuge sollten langfristig nicht nur in Europa, sondern auch in China und wohl auch Nordamerika gebaut werden, berichtet das manager magazin weiter. Als zentraler Standort sei Sindelfingen vorgesehen. Konzernchef Zetsche hatte kürzlich angedeutet, dass das erste EQ-Modell 2019 in Bremen gebaut werden könnte.

Daimler will für die Elektromarke EQ und auch neue Mobilitätsdienstleistungen eine eigene Tochtergesellschaft gründen. Diese Einheit ähnele der Mercedes-Tochter AMG für besonders sportliche Modelle. Geführt werde sie von Axel Harries, heißt es in Stuttgart. Mercedes-Cheffinanzer Frank Lindenberg soll die Aufsicht darüber führen.

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