Montag, 17. Juni 2019

Gutes Geschäft in USA und Asien Daimler schraubt LkW-Absatz auf Zehnjahreshoch

Zugmaschinen aus dem Hause Mercedes-Benz: Der Daimler-Konzern hat im vergangenen Jahr mehr als eine halbe Million Lastwagen verkauft

Daimler hat dank hoher Nachfrage in Nordamerika und Asien 2018 mehr Lastwagen verkauft als im Vorjahr. Mit 500.000 schweren Gefährten hat der Konzern so viel LkW verkauft wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Nach guten Verkaufszahlen vor allem in Amerika und Asien hat Daimlers Lastwagensparte im vergangenen Jahr ein deutliches Absatzplus verbucht. Auch in Deutschland und Europa legten die Zahlen zu - allerdings weniger stark, teilte Daimler am Donnerstag mit.

Insgesamt seien 2018 weltweit mehr als 500.000 Lastwagen von Mercedes-Benz sowie den Marken Freightliner, Western Star und Thomas Built Buses verkauft worden - nach knapp 471.000 im Jahr 2017. Genaue Zahlen gibt Daimler erst im Februar bekannt, wenn die Bilanz des gesamten Konzerns vorliegt.

Schon auf Basis der vorläufigen Zahlen sei aber klar, dass das höchste Niveau der vergangenen zehn Jahre erreicht worden sei, betonte der Chef der Lastwagensparte, Martin Daum. Zum Stichtag Ende November hatten die Absatzzahlen um 11 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen.

Absatz in China gefallen

Neben den großen Märkten Nordamerika und Asien legte den Angaben zufolge auch Südamerika zweistellig zu, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. In Europa sowie auch in Deutschland allein lag das Absatzplus Ende November bei vier Prozent.

In China, dem weltgrößten Markt für Nutzfahrzeuge, ging der Absatz der dort in einem Gemeinschaftsunternehmen hergestellten Marke Auman 2018 zurück. Daimler verwies in diesem Zusammenhang auf ein außerordentlich hohes Niveau im Jahr 2017, angetrieben insbesondere von Vorgaben der Regierung, mit denen der Fahrzeugbestand erneuert werden sollte. Der Auman-Absatz wird separat gezählt, 2017 waren es gut 112.000 Fahrzeuge.

2017 hatte Daimler mit der Lastwagensparte rund 35,7 Milliarden Euro Umsatz gemacht. 2018 sollte es früheren Angaben zufolge eine deutliche Steigerung geben.

rei/dpa/Reuters

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung