Samstag, 21. September 2019

Daimler erreicht Renditeziel Zetsche schafft die 10 Prozent

Überblick: Diese Baustellen bleiben Daimler
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Daimler hat mit der Pkw-Sparte Mercedes-Benz im zweiten Quartal dank neuer Modelle die Zielrendite von zehn Prozent erreicht. Von April bis Juni fuhr die Marke mit dem Stern mit rund 2,23 Milliarden Euro 10,5 Prozent operativen Gewinn vom Umsatz ein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zum Vorjahresquartal war das ein Anstieg um 2,5 Prozentpunkte.

Der Premiumhersteller erreicht damit erstmals seit vier Jahren wieder eine Marge wie sie die Rivalen BMW und Audi in den vergangenen Jahren schafften. Seit gut zwei Jahren hat Mercedes vom Kompaktwagen A-Klasse bis zur Luxuslimousine Maybach zahlreiche Modelle neu oder überarbeitet auf den Markt gebracht und hält den Absatz auf Rekordniveau.

"Wir haben im ersten Halbjahr unseren Renditeanspruch für Mercedes-Benz Cars erreicht", erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche. In allen anderen Geschäftsfeldern stehe der Konzern kurz vor diesem Ziel.

Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Quartal um 19 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern aus dem laufenden Geschäft schnellte um 54 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Damit übertraf Daimler die Prognose der von Reuters befragten Analysten, die im Schnitt einen operativen Gewinn von gut 3,3 Milliarden Euro erwartet hatten. Die Daimler Börsen-Chart zeigen-Aktie kletterte in der Spitze um bis zu 3 Prozent.

Daimler bleibt optimistisch für China

Ungeachtet der jüngsten Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt rechnet der für den Autovertrieb zuständige Daimler-Vorstand Ola Källenius mit florierenden Geschäften in der Volksrepublik. "Es mag sein, dass es zu kurzfristigen Schwankungen kommt", sagte Källenius dem Magazin "Börse Online". Er stellte ein gutes zweites Halbjahr in Aussicht. Mittel- bis langfristig bleibe der Autobauer ohnehin optimistisch. "Diese Zuversicht wird sich auch in der Produktion niederschlagen, über eine Erhöhung der Stückzahlen und die Lokalisierung weiterer Baureihen, etwa in der Kompaktklasse", erläuterte Källenius.

China ist für Daimler entscheidend im Kampf um den ersten Platz als Premiumhersteller am Weltmarkt, den Konzernchef Dieter Zetsche bis zum angestrebten Ende seiner Amtszeit 2020 erreichen will. Der jüngste Börsencrash im Reich der Mitte schürte Ängste vor einem Rückschlag für die wichtigste deutsche Exportbranche. Der chinesische Autoverband senkte kürzlich seine Prognose für das Neuzulassungswachstum in diesem Jahr auf drei von sieben Prozent.

ts/Reuters

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