Donnerstag, 20. Juni 2019

Daimler-Chef Dieter Zetsche kassiert 8,3 Millionen Euro

Dieter Zetsche: Der Daimler-Chef muss keine Altersarmut fürchten. Neben einem Einkommen von 8,3 Millionen Euro für 2014 kann er auf eine der üppigsten Altersvorsorge-Regelungen im Dax zählen. 39 Millionen Euro legte der Daimler-Konzern für Zetsches künftige Pensions-Zahlungen zurück

2014 war für Daimler ein erfolgreiches Jahr - das zahlt sich auch für Dieter Zetsche aus. Der Daimler-Chef konnte sein Einkommen auf 8,36 Millionen Euro steigern. Für Zetsches Pension legt Daimler sogar 39 Millionen Euro zurück: Grund sind die niedrigen Zinsen.

Stuttgart - Daimler -Chef Dieter Zetsche hat im Jahr 2014 erneut eine der höchsten Vergütungen aller Dax-Vorstandschefs kassiert. Einschließlich Bonuszahlungen und Aktienoptionen erhielt Zetsche 2014 insgesamt 8,36 Millionen Euro, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Zetsche dürfte damit weiter zu den Topverdienern der Unternehmenslenker zählen: 2013 hatte er nach Volkswagen -Chef Martin Winterkorn, der 15 Millionen Euro einstrich, das zweithöchste Gehalt erhalten. Damit lag Zetsche noch vor den Deutsche-Bank -Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen.

Daimler-Vorstände bekommen zwischen vier und zehn Prozent mehr

Der Mann an der Vorstandsspitze des Stuttgarter Autokonzerns erhielt damit 1,4 Prozent mehr als 2013. Zetsches Vorstandskollegen, die jeweils zwischen 3,18 und 3,74 Millionen Euro verdienten, wurden mit vier bis zehn Prozent mehr bedacht. Alle Grundvergütungen bis auf die von Zetsche wurden um fünf Prozent erhöht. Eine Erklärung dazu gibt es im Bericht nicht.

Wichtigster Maßstab für die Managergehälter ist der operative Gewinn. Dieser stieg aus dem laufenden Geschäft zwar mit 10,1 Milliarden Euro um 27 Prozent auf einen neuen Höchststand, lag unbereinigt wegen eines Sondergewinns im Jahr zuvor aber ein Prozent unter dem Wert von 2013.

14 Millionen Euro an Zetsche - und 39 Millionen Rücklagen für die Rente

Erstmals veröffentlichte Daimler auch die tatsächlichen Auszahlungen an den Vorstand während des Geschäftsjahres. Hier werden zum Beispiel Zuflüsse aus fällig werdenden Aktienoptionen erfasst.

Bei Zetsche wurden aus einem früheren Programm allein 7,5 Millionen Euro fällig, sodass faktisch insgesamt 14,4 Millionen Euro auf sein Konto flossen.

Der 61-Jährige gehört auch zu den Unternehmenslenkern mit den höchsten Pensionsansprüchen. Der Konzern muss für Zetsches Rente derzeit 39 Millionen Euro zurücklegen, zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das liegt an den zurzeit historisch niedrigen Zinsen: Um die vertraglich festgeschriebenen Pensionsansprüche der Mitarbeiter befriedigen zu können, bilden Unternehmen in der Regel Rückstellungen. Je niedriger diese Rückstellungen verzinst werden, desto mehr Geld muss das Unternehmen zurücklegen. Im Fall von Zetsche war deshalb jetzt ein üppiger Nachschlag fällig.

la/dpa/reuters

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