Daimler, BMW und Audi kaufen Here Autobauer zahlen 2,5 Milliarden Euro für Nokia-Kartendienst

Von Michael Freitag und Astrid Maier
"HERE Real Time Traffic" liefert Verkehrsdaten in Echtzeit

"HERE Real Time Traffic" liefert Verkehrsdaten in Echtzeit

Foto: Here
Fotostrecke

Autos, die selbst fahren: Wie weit die Hersteller beim autonomen Fahren sind

Foto: DPA

Der finnische Telekomkonzern Nokia kassiert für seinen Kartendienst Here deutlich weniger als bislang erwartet. Die deutschen Autohersteller Daimler , BMW  und Audi  erhielten für rund 2,5 Milliarden Euro den Zuschlag, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. Juli).

Bislang war von einem Preis von bis zu vier Milliarden Euro die Rede gewesen. Alle anderen Interessenten hätten sich aus dem Verkaufsprozess zurückgezogen, heißt es in Verhandlungskreisen. Wahrscheinlich sei, dass noch im Juli endgültig über den Verkauf entschieden werde.

Der aufseiten der Deutschen an den Gesprächen beteiligte Private-Equity-Investor General Atlantic werde zunächst keine Anteile übernehmen. Der Finanzpartner solle eventuell später einsteigen können, genauso andere Autohersteller. Weder Mercedes noch BMW oder Audi wollten sich zu dem nahen Abschluss äußern. Auch Nokia lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Autohersteller wollen die Here-Technologie nutzen, um möglichst aktuelle Daten für die Computerlenkung von Autos und neue Mobilitätsdienstleistungen zu gewinnen. Sie hatten sich schon länger gemeinsam um eine Übernahme von Here bemüht.

Nokia-Chef Rajeev Suri hatte allerdings einen offenen Bieterprozess gestartet, um einen maximalen Preis zu erzielen. Amerikanische Unternehmen wie Uber und Facebook, die zunächst Interesse gezeigt hatten, hätten sich inzwischen wieder zurückgezogen, hieß es bei Nokia.