Freitag, 29. Mai 2020

Bilanz-Pk am Dienstag - bis zu 15.000 Jobs im Blick Daimler will mehr Stellen streichen als geplant

Mercedes-Produktion in Sindelfingen

Der Autobauer Daimler verschärft einem Pressebricht zufolge seinen Sparkurs. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, will das Unternehmen anders als bisher kolportiert nicht um die 10.000 Stellen streichen, sondern bis zu 15.000 Mitarbeiter über Abfindungen, Frühpensionierungen und Altersteilzeit loswerden. Das Einsparvolumen beim Personal dürfte damit auf weit mehr als 1,4 Milliarden Euro ansteigen. Die Aktie von Daimler Börsen-Chart zeigen legte am Montag im frühen Handel gegen den Trend leicht zu.

Daimler: Für Källenius ist das Zetsche-Team zu schwach

Daimler-Chef Ola Källenius will die Ausweitung des Sparpakts dem Bericht zufolge auf der Bilanzpressekonferenz am Dienstag offiziell ankündigen. Zudem will er die Investitionen in verlustbringende Projekte abseits des Kerngeschäfts zurückfahren. So suche der Mercedes-Hersteller etwa für seine Berliner Innovationsschmiede Lab1886 einen neuen Mehrheitseigner.

Lesen Sie auch: Der Källenius-Plan - wie der neue Chef den Umbau schaffen will

Die Modellpalette der Marke mit dem Stern werde gestrafft, wie manager magazin bereits vor Wochen berichtet hatte. Weder S-Klasse Cabrio noch S-Klasse Coupé erhielten einen Nachfolger. CLS und der viertürige GT von AMG sollen auf ein Elektro-Coupé zusammengelegt werden. Der B-Klasse drohe in ihrer derzeitigen Form das Aus, heißt es. Daimler diskutiere, das Kompaktmodell in einen Crossover unter anderem Namen zu überführen. Daimler war am Abend für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

la/dpa

© manager magazin 2020
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung