Autohersteller Daimler meldet Gewinnsprung

Der Autobauer Daimler setzt zum Spurt an. Sparprogramme und neue Modelle haben den Stuttgartern einen Gewinnsprung beschert. Auch beim Einstieg beim chinesischen Autohersteller Baic wollen sie bald Vollzug melden.
Mercedes-Logo: Jahresendspurt für die Marke mit dem Stern

Mercedes-Logo: Jahresendspurt für die Marke mit dem Stern

Foto: PHILIPPE HUGUEN/ AFP

Stuttgart - Daimler hat zum Jahresendspurt weiter Boden gut gemacht und traut sich nun eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr zu. Wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Stuttgart mitteilte, erwartet Daimler  im Jahr 2013 aus dem laufenden Geschäft einen operativen Gewinn von 7,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatten allerdings noch 8,1 Milliarden Euro gestanden. Die Schwaben hatten mit einem schwachen Jahresbeginn zu kämpfen, zuletzt aber wieder bessere Zahlen verkündet.

Im dritten Quartal machte der Gewinn mit rund 1,9 Milliarden Euro einen Sprung um 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 30,1 Milliarden Euro. Grund für das Ergebnis ist den Angaben zufolge neben der guten Absatzentwicklung auch die zunehmende Wirkung eingeleiteter Effizienzprogramme. Der Autobauer will damit bis Ende 2014 insgesamt rund vier Milliarden Euro sparen.

Fotostrecke

Margen-Ranking: BMW bleibt vorerst Renditekaiser

Foto: BMW

In der wichtigen Autosparte war der Absatz im dritten Quartal dank neuer Modelle um 14 Prozent auf 395.400 Fahrzeuge gestiegen. Vom erst im Sommer eingeführten Flaggschiff-Produkt S-Klasse seien von Juli bis September rund 5100 Stück verkauft worden. "Wir werden im vierten Quartal signifikant mehr machen als 5000", sagte Finanzvorstand Bodo Uebber. "Die getätigten Investitionen zahlen sich aus." Mit Blick auf die Sparprogramme für die Pkw- und die Lkw-Sparte ergänzte er, deren Umsetzung liege voll im Plan.

Das operative Ergebnis steigerte Daimler im dritten Quartal auch aufgrund von Sparprogrammen um 15 Prozent.

Im Zuge der Bekanntgabe der Quartalszahlen verkündete der Autobauer auch, dass er den Einstieg bei seinem chinesischen Partner Baic noch in diesem Jahr endgültig unter Dach und Fach bringen wolle. "Ich gehe davon aus, dass im vierten Quartal das Closing sein wird", sagte Finanzchef Bodo Uebber. Der Kaufpreis für den Anteil von 12 Prozent an der Pkw-Sparte der Chinesen betrage rund 650 Millionen Euro.

krk/dpa/krk
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.