Corona-Krise Daimler sichert sich 12-Milliarden-Kreditlinie

Daimler sichert sich eine neue Kreditlinie in Höhe von 12 Milliarden Euro

Daimler sichert sich eine neue Kreditlinie in Höhe von 12 Milliarden Euro

Foto: Marijan Murat/ DPA

Der Auto- und Lkw-Bauer Daimler  sichert sich angesichts der Corona-Krise weitere Finanzierungsmöglichkeiten. Der Konzern habe mit den Banken BNP Paribas , Santander  , der Deutschen Bank und JPMorgan  eine Vereinbarung über eine neue Kreditlinie in Höhe von 12 Milliarden Euro geschlossen, teilten die Stuttgarter am Donnerstag mit. Diese ergänzt eine bestehende Kreditlinie von 11 Milliarden Euro, die bis 2025 läuft. Den neuen Kreditspielraum kann Daimler innerhalb der kommenden 12 Monate anzapfen und gegebenenfalls auch um bis zu insgesamt ein Jahr verlängern. Vergangene Woche hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg bereits über entsprechende Gespräche des Konzerns mit Banken berichtet.


Daimler betonte, über eine starke Liquiditätsposition zu verfügen, Ende des Jahres waren demnach brutto rund 24 Milliarden Euro in der Kasse des Industriegeschäfts - also ohne die Finanzsparte gerechnet. Die Autobauer stehen derzeit vor dem Problem, dass sie wegen stillstehender Fabriken und geschlossener Autohäuser kaum Geschäft machen, die Kosten aber weitgehend weiterlaufen - das zehrt an den finanziellen Mitteln. Daimler hatte sich in dieser Woche auch bereits 1,5 Milliarden Euro am Anleihemarkt besorgt.

Daimler-Chef Ola Källenius hatte vor einigen Tagen noch betont, trotz der Corona-Krise bei den Dividendenplänen zu bleiben. Der Vorschlag für eine Dividende stehe, sagte er dem "Handelsblatt". Es gebe keinen Anlass, zu diesem Zeitpunkt etwas zu ändern. An der Frankfurter Börse schlossen die Daimler-Papiere am Donnertag mit einem Minus von 1,87 Prozent auf 25,25 Euro.

dpa/akn