Ausbau der Mobilitätsdienste Daimler kauft Uber-Konkurrent Flinc

Flinc: Mitfahrgelegenheit für kurze und mittlere Strecken

Flinc: Mitfahrgelegenheit für kurze und mittlere Strecken

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Daimler  übernimmt den Mitfahrdienst Flinc und baut damit sein Geschäft mit Mobilitätsdienstleistungen aus. Das Start-up aus Darmstadt bietet über eine Plattform Mitfahrgelegenheiten für kurze und mittlere Strecken an und wächst stark, wie der Stuttgarter Autokonzern am Donnerstag mitteilte.

Aktuell seien rund eine halbe Million Kunden bei Flinc registriert. Zahlreiche namhafte Unternehmen setzten den Dienst etwa für die Mobilität ihrer Mitarbeiter ein. So könnten sich Kollegen über die App zum Beispiel verabreden, um zum Arbeitsplatz zu fahren, erläuterte ein Sprecher. Angaben zum Kaufpreis machte Daimler nicht.

Alle großen Autobauer investieren derzeit in den Aufbau von Mobilitätsdiensten, weil mit der Elektromobilität neue Konkurrenten entstehen. Experten gehen davon aus, dass in Zukunft nur noch Anbieter eine Chance haben, die ihren Kunden alle Mobilitätsformen anbieten können.

Daimler hat daher schon vor einiger Zeit eine eigene Tochter gegründet, um die zahlreichen Beteiligungen zu bündeln. Die Schwaben sind bereits mit Car2Go im Carsharing aktiv, bieten über die Mobilitäts-App Moovel Zugang zu verschiedenen Angeboten vom Mietfahrrad bis zu Bussen und Bahnen und dem eigenen Taxi-Bestelldienst Mytaxi. Darüber hinaus sind die Stuttgarter unter anderem am Chauffeurdienst Blacklane, dem Fernbusunternehmen FlixBus und dem Shuttledienst Via beteiligt. Insgesamt sind den Angaben zufolge rund 15 Millionen Kunden bei Daimlers Mobilitätsdiensten registriert.

mg/rtr