Montag, 24. Februar 2020

FCA fürchtet Beeinträchtigungen in EU-Werk Coronavirus bedroht nun auch EU-Autoproduktion

BMW-Werk in Shenyang, China: Wegen des Coronavirus stehen die Bänder bis zum 17. Februar 2020 still

Die Automobilindustrie spürt zunehmend die Folgen des Virusausbruchs in China. Als erster europäischer Autobauer stellt sich Fiat Chrysler Automobiles (FCA) Börsen-Chart zeigen darauf ein, dass eine stockende Teileversorgung aus dem Land in zwei bis vier Wochen die Produktion in einem Werk in Europa beeinträchtigen könnte.

FCA fürchtet also Produktionsausfälle in Europa wegen fehlender Teile aus China. Um welches Werk es sich handelt, sagte Vorstandschef Mike Manley nicht.

Als erster ausländischer Autokonzern hatte Hyundai Börsen-Chart zeigen wegen einer unterbrochenen Lieferkette die Produktion in Korea heruntergefahren. In der zwischen Herstellern und Lieferanten weltweit verflochtenen Industrie können Störungen in der Teilevorsorgung massiven Einfluss auf die Autoproduktion haben.

Der größte japanische Autobauer Toyota Börsen-Chart zeigen kündigte am Freitag an, die Produktion in all seinen chinesischen Werken bis zum 16. Februar ruhen zu lassen. Auch andere Hersteller haben die Werksferien nach dem chinesischen Neujahrsfest wegen des Virusausbruchs verlängert - darunte auch deutsche Autobauer.

VW will Produktion ab Sonntag wieder hochfahren

So hatte BMW Börsen-Chart zeigen hat seinen Mitarbeitern in der Produktion in der chinesischen Stadt Shenyang bis zum 9. Februar freigegeben. Büroangestellte sollen in dieser Zeit von zuhause aus arbeiten. Laut jüngsten Ankündigungen will BMW nun die Fertigung in Shenyang ab dem 17. Februar wiederaufnehmen. Daimler Börsen-Chart zeigen will seine Pkw-Produktion in Peking bereits ab dem 10. Februar wieder hochfahren.

Volkswagen Börsen-Chart zeigen will die Arbeit an den Standorten mit dem chinesischen Partner FAW nach bisherigen Informationen nicht vor Sonntag wieder aufnehmen. Im Gemeinschaftsunternehmen mit SAIC ist dies bisher am Montag geplant.

Ford Börsen-Chart zeigen will die Produktion in seinen Werken in Chongqing und Hangzhou ab dem 10. Februar wiederaufnehmen. Die französische Opel-Mutter PSA erklärte vergangene Woche, dass ihre drei Werke in Wuhan bis 14. Februar geschlossen bleiben werden.


Video: Immer mehr Coronavirus-Infizierte auf Kreuzfahrtschiff vor Japan

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Bild: REUTERS

Der japanische Hersteller Honda Börsen-Chart zeigen plant, seine drei chinesischen Werke in Wuhan ab dem 13. Februar wieder hochzufahren. Die Jahresprognose hat Honda vor kurzem dennoch erhöht. Dabei erklärten die Japaner auch, dass aktuell keine Lieferketten-Probleme gäbe, die die Produktion behindern würden.

Hondas japanischer Mitbewerber Nissan Börsen-Chart zeigen äußert sich dagegen weniger klar. Der Autobauer erklärte, dass er erwäge, die Produktion in China nach dem 10. Februar wieder zu starten. Bei Nissans Werk in Hubei soll die Wiederaufnahme der Produktion nach dem 14. Februar erfolgen.

Auch Teslas "Gigafactory" in Shanghai ist betroffen

Suzuki Börsen-Chart zeigen erwägt, Fahrzeugkomponenten außerhalb von China zu beziehen, da die Ausbreitung des Coronavirus die Fahrzeugproduktion in seinem größten Markt in Indien bedroht. Suzuki baut und verkauft keine Autos in der Volksrepublik, bezieht von dort aber Komponenten für seine Werke in Indien. Dort kontrolliert der japanische Kleinwagenspezialist mit dem Gemeinschaftsunternehmen Maruti-Suzuki rund die Hälfte des indischen Marktes.

Und auch dem Elektroautohersteller Tesla Börsen-Chart zeigen vermasselt der Coronavirus-Ausbruch die Expansionspläne. Die neue "Gigafactory" in Shanghai ist laut Angaben von letzter Woche aktuell geschlossen. Wie ein Tesla-Manager vor kurzem erklärte, werde Tesla nun die Auslieferungen von Model 3-Fahrzeugen aus dem Werk verzögern. Der E-Auto-Spezialist prüfe zudem, wie weit davon die Lieferketten für im kalifornischen Fremont hergestellte Autos betroffen sind.

Für die exportabhängigen deutschen Autobauer ist China der wichtigste Automarkt und zugleich ein wachsender Produktionsstandort. Wenn die Schauräume der Händler und die Fabrikhallen länger leer bleiben, könnte dies Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW empfindlich treffen. Denn unter der Last des Handelskonflikts mit den USA sank der Neuwagenabsatz in China 2019 bereits das zweite Jahr in Folge.

Die deutschen Autokonzerne trifft die Corona-Krise zudem in einer kritischen Phase: Sie wollen in diesem Jahr neue Elektroautos auf den Markt bringen, in denen viel Technik steckt, die aus China geliefert wird. Ein längerer Ausfall der Lieferungen könnte die Pläne durcheinander bringen - mit nicht absehbaren Folgen für das Erreichen der Klimaziele in der Branche.

wed/Reuters

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