Mehr finanzieller Spielraum in Corona-Krise Daimler verhandelt um Kreditlinie bis zu 15 Milliarden Euro
Daimler-CEO Ola Källenius auf der Bilanz-Pressekonferenz der Daimler AG im Februar 2020
Foto: Marijan Murat/ dpa
Pandemie trifft Weltwirtschaft: Chronik der Corona-Krise
Vor wenigen Tagen sagte Daimler-Chef Ola Källenius in einem ganz klar, dass der Stuttgarter Autobauer keine Staatshilfe in Anspruch nehmen wollte außer Unterstützung bei der Kurzarbeit.
Nun zeichnet sich ab, wie Daimler mit reichlich liquiden Mitteln durch die Coronavirus-Krise kommen will: Einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge ist Daimler in Gesprächen mit Banken über eine neue Kreditlinie im Volumen von zehn bis 15 Milliarden Euro. Das berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstagabend.
Eine Ankündigung über den endgültigen Betrag könne bereits nächste Woche erfolgen. Der genaue Zeitpunkt und die Struktur des Geschäfts könnten sich aber noch ändern. Daimler lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Großteil der Daimler-Belegschaft in Zwangsurlaub, dann Kurzarbeit
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Die Virus-Pandemie trifft die Automobilbranche derzeit mit voller Wucht. Am Vormittag hatte Daimler angekündigt, einen Großteil seiner Belegschaften in Deutschland in Zwangsurlaub zu schicken. So hätten sich Unternehmensleitung und Betriebsrat darauf geeinigt, ab dem 6. April zunächst bis zum 17. April Kurzarbeit zu beantragen.
Der Konzern hatte bereits Mitte März entschieden, den Großteil seiner Produktion sowie die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa für zunächst zwei Wochen zu unterbrechen.