Montag, 22. Juli 2019

BMW i-Kernentwickler desertieren Chinesen werben BMWs Elektro-Stars ab

Elektroautos für den Massenmarkt: Tesla-Fighter: So rüstet die Autobranche gegen das Model 3
AP

Der neue Arbeitgeber von Carsten Breitfeld hat einen ominösen Namen, aber bekannte Geldgeber: Seit Februar leitet der Ingenieur, der mehr als 20 Jahre bei BMW verbrachte, das chinesische Startup Future Mobility. Finanziert wird das Startup von dem chinesischen Internet-Riesen Tencent und dem iPhone-Auftragsfertiger Foxconn - und die Chinesen wollen bei Elektroautos offensichtlich schnell vorankommen.

Denn mit Breitfeld haben sie sich einen deutschen Elektromobilitäts-Kenner an Bord geholt. Der Mann war Projektleiter für BMWs Hybrid-Sportwagen i8 - und macht beim Aufbau des Unternehmens Nägel mit Köpfen. Wie das Wall Street Journal und Bloomberg übereinstimmend berichten, hat Future Mobility bei BMW drei weitere Spitzenkräfte abgeworben, die wie Breitfeld zum Kernentwicklerteam der Elektroauto-Untermarke BMW i zählen.

Dirk Abendroth , der den elektrischen Antriebsstrang der i-Modelle entwickelte, BMW i-Designchef Benoit Jacob und Hendrik Wenders , der Leiter des BMW i Produktmanagements, sollen ähnliche Positionen bei Future Mobility übernehmen. Dies berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Bezugnahme auf zwei mit der Sache vertrauten Personen. BMW wollte sich gegenüber der US-Zeitung nicht dazu äußern, ob die Manager von Bord gegangen sind. Gegenüber der Fachzeitschrift Automobilwoche bestätigten die Bayern jedoch den Weggang der drei Manager.

Brain Drain Richtung China

Die Reichweiten aktueller E-Autos im Vergleich

Die Bayern verlieren damit auf einen Schlag eine Menge Elektromobilitäts-Expertise, die das chinesische Start-up für seine ehrgeizigen Pläne gut brauchen kann. Denn Future Mobility hat bereits angekündigt, mit einer eigenen Elektroauto-Marke dem US-Elektroautopionier Tesla Konkurrenz machen zu wollen.

Bei den Chinesen trifft das BMW i-Quartett auf einen weiteren ehemaligen Kollegen. Der operative Geschäftsführer des Startups, Daniel Kirchert , arbeitete ebenfalls mehrere Jahre für die Bayern und leitete unter anderem das BMW-Marketing in China.

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Bild: BMW

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