Wegen Corona-Lockdown Chinas Automarkt bricht im April ein

Die coronabedingten Lockdowns in China haben drastische Auswirkungen auf den Automarkt – der Verkauf ist im April enorm eingebrochen. Daran leiden auch Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW.
Autobahnkreuz in Shanghai: Der Autoabsatz kommt in China bei Weitem nicht mehr an die Vorjahreswerte heran

Autobahnkreuz in Shanghai: Der Autoabsatz kommt in China bei Weitem nicht mehr an die Vorjahreswerte heran

Foto: Li He/ dpa

In China ist der Verkauf von Autos an Verbraucher wegen der umfangreichen Corona-Lockdowns eingebrochen. Der Absatz sei im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35,7 Prozent gesunken, teilte der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Dienstag in Peking mit. Damit beschleunigte sich die Entwicklung im Vergleich zum bereits schwächeren März nochmals.

Chinas Behörden versuchen seit Wochen, Corona-Ausbrüche in verschiedenen Großstädten mit umfassenden Einschränkungen in den Griff zu bekommen: Die Menschen konnten in einigen Millionenstädten also nicht mehr raus und sich somit auch keine Neuwagen anschauen und kaufen. Zudem scheinen die Händler ihre Lagerbestände abzubauen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers), der den sogenannten Großhandelsabsatz der Hersteller an die Händler misst, Daten vorgelegt. Demnach brach der Absatz der Hersteller an die Händler in der Volksrepublik im Jahresvergleich um fast die Hälfte ein. Dass dieses Minus noch größer ist als bei dem von PCA gemessenen Verkauf von Pkw an die Endkunden, könnte einen Lagerbestandsabbau der Autohändler signalisieren.

China ist für die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW der größte Einzelmarkt. In den vergangenen Jahren stockte das früher rasante Absatzwachstum etwas, 2021 sorgte insbesondere die knappe Chipversorgung für Produktionsprobleme.

sio/dpa
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